Glasfaser: Nachfrage und Verfügbarkeit in Deutschland steigen

Ende Juni gab es laut der jährlichen Marktanalyse des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO)  in Deutschland 12,7 Millionen verfügbare Glasfaseranschlüsse und damit 4,4 Millionen mehr als noch Ende 2020. Die alternativen Netzbetreiber, darunter auch Deutsche Glasfaser, waren für den Löwenanteil – 71 Prozent – der ausgebauten Anschlüsse verantwortlich. Auch was die Investitionen angeht, trugen diese Anbieter mit 6,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr die Hauptlast.

Die BREKO-Marktanalyse zeigt zudem, dass die Nachfrage immer stärker wächst. Nahezu die Hälfte aller Haushalte, in denen Glasfaser verfügbar war, buchten im vergangenen Jahr einen entsprechenden Anschluss. Und 1,4 Millionen Kunden nutzten bereits einen Tarif mit einem Datendurchsatz von einem Gigabit pro Sekunde oder mehr.

Das Ziel der Bundesregierung, bis 2025 die Hälfte aller Haushalte in Deutschland ans Glasfasernetz anzuschließen, wird laut BREKO allerdings kein Selbstläufer. Die Prognose des Verbands für das Zieljahr reicht von 40 bis 53 Prozent der Haushalte. Ob diese Ambition erfüllt wird, hängt laut Analyse von der weltpolitischen Lage mit dem Krieg Russlands in der Ukraine ab, der zu Preissteigerungen und Lieferengpässen beiträgt. Zudem fehlen an Fachkräften. Vor allem müssten die passenden Rahmenbedingungen in Deutschland stimmen, wie eine Priorisierung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus und eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren.

Roger Homrich

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