Apples Börsenwert sinkt unter 2 Billionen Dollar

Apples Aktienkurs ist am Dienstag um 3,74 Prozent auf 125,07 Dollar gefallen. Daraus ergab sich eine Marktkapitalisierung von unter zwei Billionen Dollar. Zuletzt hatte der iPhone-Hersteller diese Marke im März 2021 unterschritten.

Die Kursentwicklung spiegelt die Probleme wider, mit denen das Unternehmen aus Cupertino zuletzt zu kämpfen hatte. Unter anderem führten Lockdown-Maßnahmen in China in den vergangenen Monaten immer wieder zu Probleme mit der Lieferkette. Im November warnte Apple sogar vor längeren Lieferzeiten für iPhone 14 Pro und 14 Pro Max. Medienberichten zufolge soll die iPhone-Produktion im November rund 30 Prozent unter der üblichen Kapazität gelegen haben.

Bemerkenswert ist auch, dass Apples Aktienkurs vor rund einem Jahr ein Allzeithoch von 182,88 Dollar erreicht hatte. Apple war damals das erste Unternehmen weltweit mit einer Marktkapitalisierung von drei Billionen Dollar. Die Kursentwicklung der vergangenen Monate bedeutet somit auch, dass Apple in einem Jahr rund eine Milliarde Dollar seines Börsenwerts verloren hat.

Der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei berichtet indes, dass Apple seine Lieferanten angewiesen haben soll, weniger Teile für Produkte wie Kopfhörer, Smartwatches und Laptops zu fertigen. Ein Analyst von Exane BNP Paribas stufte die Apple-Aktie zudem nun auf “neutral” herunter und reduzierte seine Prognose für die Apple-Aktie von 180 auf 140 Dollar.

Die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2023 (bis Ende Dezember 2022) wird Apple Ende des Monats vorlegen. Marktbeobachter schließen nicht aus, dass Apples Umsatz im Dezemberquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum geschrumpft ist. Es wäre der erste Umsatzrückgang seit dem Märzquartal 2019.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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