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Geld weg, Daten auch

91 Prozent der deutschen IT- und Cybersicherheit-Verantwortlichen sind besorgt, dass ihr Unternehmen nach einem Cyberangriff nicht in der Lage sein könnte, die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten. Das geht aus dem Bericht “The Hard Truths of Data Security“ von Rubrik Zero Labs hervor.

Kernaussagen

Nur 62 Prozent der Verantwortlichen für IT und Cybersicherheit haben im Jahr 2022 einen Incident Response Plan entwickelt oder überprüft. Lediglich 63 Prozent haben Backup- und Wiederherstellungsoptionen getestet.

Lediglich die Hälfte (51 Prozent) der Unternehmen in Deutschland setzen derzeit mindestens eine Zero-Trust-Initiative ein.

93 Prozent der Befragten aus Deutschland geben an, dass böswillige Akteure während eines Cyberangriffs versuchten, Zugriff auf die Backups zu erlangen. 73 Prozent der Angriffe waren dabei mindestens teilweise erfolgreich.

99 Prozent der in Deutschland befragten IT- und Sicherheitsverantwortlichen geben an, dass ihre Organisation über eine Backup- und Wiederherstellungstechnologie verfügt. Jedoch berichten 86 Prozent von erheblichen Problemen mit ihrer Lösung.

Global geben 72 Prozent der Unternehmen an, nach einem Ransomware-Angriff Lösegeld für ihre Daten bezahlt zu haben. Unternehmen in Deutschland sind deutlich zurückhaltender: Hier bezahlten lediglich 57 Prozent der Betroffenen.

Von den in Deutschland Befragten, die nach einem Ransomware-Angriff das Lösegeld bezahlt haben, geben jedoch nur 24 Prozent an, dass sie ihre Daten nach einem Ransomware-Angriff mithilfe der Entschlüsselungstools der Angreifer vollständig wiederherstellen konnten. Die geringe Erfolgsquote liegt jedoch noch immer über dem weltweiten Durchschnitt von 16 Prozent.

42 Prozent der deutschen IT-Sicherheitsverantwortlichen betrachten ihr Cybersicherheits-Budget für 2023 als ungenügend.

24 Prozent der in Deutschland Befragten erwarten, dass ihre IT- und Cybersicherheitsbudgets im Jahr 2023 sinken werden.

Zur Studie

Befragt wurden 1.625 IT- und Sicherheitsentscheidern in Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern durchgeführt. Die Studie wurde in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Japan, Australien, Singapur und Indien zwischen dem 10. und 21. Februar 2023 durchgeführt.

Roger Homrich

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