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Wearables und Apps gehören zusammen wie Ernie und Bert

Wearables gehören aktuell zu den heißesten Technologietrends. Von dem Hype um Google Glass, über den Konkurrenzkampf der Smartwatches bis hin zur Veröffentlichung von Pebble – wir sind einfach fasziniert von diesen Gadgets. Von etwas fasziniert zu sein, bedeutet jedoch nicht, es auch zu benutzen. Wearables werden nur dann zu einem ähnlichen Renner wie Smartphones oder Tablets werden, wenn sie in unserem Alltag wirklich nützlich sind. Seien wir realistisch, die meisten von uns werden weder Google Glass noch Pebble tragen, wenn die Technologie uns keinen schlagkräftigen Vorteil bietet.

Die Wearable-Technologien haben definitiv das Potenzial, die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten zu verändern oder uns dabei zu unterstützen, effizienter zu werden. Den Ofen auf dem Weg nach Hause anstellen, bei der morgendlichen Jogging-Runde den Herzschlag überprüfen oder mit unserer Brille an einer Fortbildung teilnehmen – kein Problem mit dem entsprechenden Wearable.

Aber bevor die Wearables wirklich erfolgreich sind, müssen sie uns, den User, vom praktischen Nutzen der Anwendungen überzeugen. Denken wir nur an die Anfänge der Smartphones zurück – der wohl offensichtlichste und relevanteste Vergleich. Smartphones konnten sich erst richtig durchsetzen, als die Nutzer nicht mehr nur ein Telefon in einer hübschen Verpackung darin sahen. Neue Apps entstanden, die schnell über das Unterhaltungslevel hinauswuchsen und die uns bei der Weiterbildung und der Produktivität im Job helfen. Und die so zum Inkubator des Smartphoneerfolges wurden. Diesen Prozess müssen auch die Wearables durchlaufen; denn wir werden wohl kein Gerät kaufen, von dem wir nicht wirklich denken, dass es unser Leben bereichern wird.

Analysten schätzen die Ausgaben für Wearables bis 2018 auf 19 Milliarden US-Dollar. Um diese Prognose zu erfüllen, müssen App-Entwickler für Wearables allerdings den gleichen Einfallsreichtum und die gleiche Genialität an den Tag legen wie zu Beginn der Smartphone-Revolution.

Und hier kommen Initiativen wie Salesforce Wear ins Spiel, die Entwicklern die Tools an die Hand geben, Unternehmens-Apps für Wearables zu entwickeln. Plattformen wie diese werden für eine zügige Entwicklung für Wearables sorgen, ihre Popularität steigern und ihnen den Weg für einen Siegeszug ebnen, der dem der Tablets und Smartphones gleichen wird.
Beim Consumer ist allerdings noch lange nicht Schluss.

Ähnlich wie beim Mobile Computing können Technologietrends, die ursprünglich für das Verbraucherumfeld geschaffen wurden, auch auf die Unternehmenswelt übertragen werden, wenn zum Beispiel Arbeitnehmer ihre Erfahrung mit ihren privaten Geräten auf das Berufsleben ausweiten möchten. Unternehmens-Apps für Wearables steigern nicht nur die geschäftliche Produktivität und Effizienz, sondern werden auch ein wichtiger Faktor sein, um Wearables in vier Jahren so populär zu machen, dass sie die 19 Milliarden US-Dollar Umsatzhürde knacken können.

“Dafür gibt es doch eine App…” wurde in unserem kollektiven Bewusstsein verwurzelt, während wir alle losgingen, um die Geräte zu kaufen, mit denen wir auf alle Apps zugreifen, die wir uns vorstellen konnten. Nun liegt es an den Entwicklern, diese “ohne-sie-bin-ich-verloren-Apps” für Wearables zu erschaffen. Nur dann wird diese Technologie den Massenmarkt erobern.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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