Start-up KraLos entwickelt Software zum Schutz von Internetdaten

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Der Schutz vor Cyberkriminalität treibt nicht erst seit dem Ukraine-Krieg viele Firmen um – das Start-up-Unternehmen KraLos möchte nun mit einer neuen Software die Sicherheitslücken schließen. Dafür haben die Geschäftsführer Carsten Klein und Christian Greiwe im Herbst 2021 ein Patent angemeldet – für Deutschland und für Europa. Läuft alles nach Plan, dann soll das Patent bald auch weltweit gelten.

Häufig sichern Firewalls oder Antivirenprogramme sensible Daten, zum Beispiel auf Internetseiten oder in Onlineshops, wenn diese vom Administrator veröffentlicht wurden und damit für alle erreichbar im Internet stehen. Die Idee der beiden Firmengründer: Alle Daten einer Homepage bleiben lokal auf dem Server oder Rechner des jeweiligen Unternehmens, dank der von ihnen entwickelten Software Zelos landet künftig aber nur noch ein Abbild, ein Hologramm, im Internet, das nicht verändert werden kann.

Quelle: KraLos GmbH

„Damit können mögliche Hacker nicht mehr auf die ursprünglichen Daten zugreifen“, sagt Klein. Sollte es den Versuch der Manipulation geben, dann erhalten die Inhaber der jeweiligen Webseite eine Information.

Bislang erstellt ein Unternehmen eine Seite im Internet mit einem entsprechenden Programm und mit einigen Klicks können Interessierte herausfinden, wer die Beiträge erstellt hat. „Dann hat man den Namen des- oder derjenigen und muss nur noch einen Passwort-Cracker nutzen, um sich im besten Fall Zugang zu verschaffen“, sagt Klein.

Bei der von der Firma KraLos entwickelten Software lasse sich schon der Name des Erstellers nicht mehr herausfinden, weil sich dieser auf dem Hologramm nicht wiederfinde.

So simpel das Verfahren für Laien klingen mag, so kompliziert gestaltete sich der Programmierungsprozess von der ersten Idee bis zur Anmeldung des Patents. Gut zwei Jahre dauerte die Arbeit an der Software, welche Klein und Greiwe neben der täglichen Arbeit entwickelt hatten. „Wir konnten uns ja nicht zurückziehen und nur darum kümmern, sondern mussten das Unternehmen weiter führen“, sagt Klein, von Beruf unter anderen Technischer Zeichner, IT-Systemelektroniker, Qualitätsmanager und Betriebswirtschaftler.

Zumal das Duo, das sich von der Ausbildung kannte, parallel ein weiteres Programm namens Kratos entwarf. Dieses verschlüsselt Daten aus Word-Dokumenten, PDF-Artikeln oder Bildern so, dass nur der Nutzer sie mit einem besonderen Verfahren wieder entschlüsseln kann. „Administratoren verschicken zum Beispiel die Anmeldedaten für neue Kollegen gern mit Klarnamen und Passwort per E-Mail, die damit für jeden sichtbar sind, der sich Zugriff verschaffen möchte“, sagt Klein. Das funktioniere mit der von den beiden Unternehmern selbst entwickelten Software nicht mehr.

Quelle: KraLos GmbH

 

Start-up sucht jetzt neue Mitarbeiter

Inzwischen aber laufe das mit Greiwe gestartete Unternehmen so gut, dass die beiden nach neuen Mitarbeitern suchen: geboten werden flache Hierarchien und die Möglichkeit, Beruf und Familie zu vereinen. Wie andere Firmen kennt Klein die Problematik, dass zwei seiner Mitarbeiterinnen mitunter sehr kurzfristig vom Büro ins Homeoffice wechseln müssen, weil Kitas eben mal die Betreuungszeit reduzieren oder ganz absagen. „Darauf können wir sehr schnell reagieren“, sagt der Jungunternehmer.

Er verfolgt mit seinem Kompagnon aktuell sehr intensiv die Reaktionen auf das angemeldete Patent: Eine Unternehmensberatung hatte die Recherche auf die möglichen Erfindungen übernommen, ein Patentanwalt das Verfahren in München und in Luxemburg vorbereitet. „Das ist unglaublich komplex und kostenintensiv“, sagt Klein. Bislang gebe es niemanden, der einen Anspruch auf das Patent erhoben habe – deshalb planen die beiden für 2023 die Anmeldung für den weltweiten Markt. Bis dahin steht aber noch eine Expansion vor Ort an: „Die Räume werden nicht reichen“, sagt der Firmenchef.

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