Cloud und WAN-Netz: Wie ein Staubsauger die Arbeit von Monaten ruinierte (und warum es besser ist, sich an der Wartung des Netzwerks zu beteiligen)!

Cloud
Netzwerk (Bild: Shutterstock)

Bis heute verlassen sich 71 Prozent der Unternehmen für ihre kritischen Geschäfte auf die Cloud, und mehr als die Hälfte der kritischen Daten von Unternehmen passieren Netzwerke, bevor sie in der Cloud gespeichert werden. In der Cloud, deren Zugang in das WAN-Netz integriert ist.

Durch die Macht der Gewohnheit hat sich das Netz fast zu einem Gebrauchsgegenstand entwickelt, dessen Grundlagen mehr oder weniger aus dem Blickfeld geraten sind. Zunächst einmal ist es auf internationaler Ebene offensichtlich, dass die Verwaltung eines erweiterten Netzwerks, das mit der Zunahme von Cloud-Plattformen und anderen Remote-Standorten, der Zugang zum Netzwerk gewährleistet und gesichert werden muss, immer komplexer wird.

Hinsichtlich der Zahlen ist dieser Verwaltungsaufwand jedoch ein einschränkender Faktor für das reibungslose Funktionieren des Unternehmens. Diese Verwaltung umfasst die Priorisierung des Trafiks nach der Art der Anwendung, das Management der Bandbreite und etliche andere Erfordernisse. Zu diesem Zweck verwenden immer mehr Unternehmen die SD-WAN-Technologie, ein Applikations- Layer, der dazu dient, auf Grundlage der Service Level Agreements die optimale Leistung zu gewährleisten. Eine Technologie, bei der die von ihren Herstellern angepriesenen Vorteile einen etwas – zu? – idealen Eindruck vermitteln.
Das Netz, eine Annehmlichkeit?

Fakt ist, dass Entscheidungen, die an die Entwicklung der Informationssysteme gebunden sind, zahlreiche IT-Skills erfordern, um die Aktivität innerhalb des Netzwerks zu verwalten. Doch mit der Zeit neigen manche IT-Abteilungen aufgrund von Budgetabwägungen und fehlender Qualifikation dazu, die für Konfiguration und Monitoring des Netzes notwendigen Kompetenzen zu unterschätzen. Hier ist es problematisch, dass die Infrastruktur von Verbindungen über das Internet, LTE und in naher Zukunft um das 5G-Netz mehr und mehr zur Convenience Produkt werden. Hinzu kommt, dass die Hersteller insbesondere die Plug & Play-Fähigkeit ihrer Geräte loben und dabei vergessen zu erwähnen, dass diese von fachkundigem und kompetentem Personal konfiguriert werden müssen, um alle Risikofaktoren für einen möglichen Störfall zu adressieren.

Daten absaugen

Am Beispiel eines Kunden, dessen Trafik in regelmäßigen Abständen abrupt abbrach sieht man die hieraus entstehende Gefahr zum Beispiel bei einem geplanten Backup oder einer anderen kritischen Aktivität. Es sind oft viele Stunden erforderlich, um der Ursache hierfür auf den Grund zu gehen. Wie kam es zu diesem Einbruch des Trafiks, wieso kam es so regelmäßig dazu? Die Ursachen waren naheliegend. Man musste nur die Zeiten der in dem Unternehmen durchgeführten Reinigungsarbeiten mit den Uhrzeiten der Unterbrechung des Trafiks in Zusammenhang bringen. Schuld war die Nutzung der Steckdose zum Anschluss des Staubsaugers. Dummerweise und in Ermangelung anderer Anschlussmöglichkeiten handelte es sich um die Steckdose, an die auch der Router angeschlossen war. In der Tat wird das Fehlen von Steckdosen beim Risikomanagement nicht ausreichend berücksichtigt. Wenn zudem niemand zur Verfügung steht, um die Anschlüsse zu identifizieren und zu überprüfen, wird es noch komplizierter.

Gemeinsame Netzwerkverwaltung: Ein zweckdienlicher und wohlbegründeter Ansatz

Diese Anekdote hat sich tatsächlich zugetragen, aber so skurril sie auch sein mag, zeigt sie doch, wie wichtig ein besser durchdachter Umgang mit Netzwerken und dem Management dieser Infrastrukturen ist. Im Laufe der Monate nehmen die Abhängigkeit von Netzwerken und ihre Bedeutung exponentiell zu, und damit die Relevanz der Sicherheitsproblematik. Andererseits werden die unternehmensinternen Ressourcen für die Wartung reduziert, und mit der Covid19-Krise dürften die Budgetabwägungen die Lage zusätzlich verkomplizieren.

Eine zentrale Anlaufstelle für alle Probleme

Ohne diese Verwaltung auszulagern, empfehlen wir ein Co-Management für Wartung und Überwachung. Gemeinsam verwaltete SD-WAN-Dienste sind eine flexible Lösung und stellen eine Entlastung und Beruhigung für die IT-Abteilungen dar. Eine Beruhigung, die bei einer reinen Internalisierung dieser Dienste oft eine Gefahr darstellt. Zusätzlich zu unvorhergesehenen Ausfällen müssen sich IT-Abteilungen mit mehreren Anbietern in ebenso vielen Ländern, mit unterschiedlichen Ansprechpartnern, Gesetzen, Rechnungsadressen, missverständlichen und fast unmöglich zu entschlüsselnden Service Level Agreements und unklaren Verantwortlichkeiten im Falle von Problemen auseinandersetzen. Bei Zwischenfällen den zuständigen Ansprechpartner im Sudan oder in Indien zu ermitteln kann mitunter kafkaeske Züge annehmen. Für die IT-Abteilungen bleibt es bestenfalls bei der Verwaltung einer Vielzahl von Rechnungen für ebenso viele Länder oder Lieferanten.

Mit der Co-Management-Lösung steht den IT-Abteilungen eine einzige Anlaufstelle für die globale Transparenz und Zentralisierung zur Verfügung. Sie überwacht die Netzwerkereignisse, die Bandbreite und die Priorisierung des Trafiks; unsere Experten übernehmen die Verwaltung und Wartung des Netzwerks End-to-End. Eine zentrale Anlaufstelle und ein einziger Ansprechpartner für eine weltweite Vernetzung gewährleisten auch die Nähe zum Anbieter, was weitaus effektiver ist als die Angabe der Nummer einer Störungsmeldung. Schließlich begründet die Entscheidung für das Co-Management von Netzwerken eine Vertrauensbeziehung, die auf sich ergänzenden Kompetenzen und Fachkenntnissen beruht.

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Marketing Manager Europe/US
Global Cloud Xchange
Sandrine Duriaud-Leysens ist als Marketing Managerin US/Europe bei Global Cloud Xchange beschäftigt.
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