Digitalisierung in Zeiten von Corona – die Cloud als treibende Kraft

CloudVirtualisierung
Präsentiert von msg

Unternehmen haben infolge der Corona-Pandemie mit einigen Herausforderungen zu kämpfen – nicht nur finanziell, sondern auch hinsichtlich ihrer IT-Landschaft. Eine große Rolle in der voranschreitenden Digitalisierung wird dabei die Cloud einnehmen.

Die Corona-Krise hat jegliche Digitalisierungspläne für 2020 von Unternehmen aller Art über den Haufen geworfen. Um den Mitarbeitenden die Weiterarbeit ermöglichen zu können, mussten gezwungenermaßen und in rasanter Geschwindigkeit Strategien und Planungen angepasst und neue Anwendungen eingeführt werden.

Diese schwierigen Zeiten haben verdeutlicht, dass die Cloud als Schlüsselfaktor für die Digitalisierung unabdingbar ist. Viele Unternehmen haben dies bereits verinnerlicht: Laut einer Studie von IDC befindet sich hierzulande beinahe jedes zweite Unternehmen in seiner Cloud-Nutzung bereits in einer fortgeschrittenen Phase.[1] Für das Jahr 2021 ergeben sich aber einige Herausforderungen, denen sich die Unternehmens-IT stellen muss: Während sich geschäftliche Abläufe im Laufe von 2021 langsam wieder normalisieren, müssen Unternehmen die ursprünglichen Pläne reflektieren und die eingeführten Tools in Hinblick auf die benötigte Funktionalität und Sicherheit anpassen.

Abschied vom Notfall-Modus

Die Etablierung von Anwendungen, die Mitarbeitenden das Arbeiten aus dem Homeoffice ermöglichen, geschieht normalerweise gut durchdacht und in mehreren Schritten. Die Corona-Krise verlangte jedoch von den Unternehmen, den Fokus auf einen schnellen Rollout zu legen. Oftmals kamen dabei kreative Lösungen zum Einsatz, die nicht mit den Governance-Vorgaben der Unternehmen vereinbar waren.

Diese Abweichungen, die dem Notfall-Modus geschuldet und durch ihn auch vertretbar sind, müssen 2021 wieder korrigiert werden. Um diese Aufgabe zu bewältigen, sollten Unternehmen jedoch nicht das Gelernte aus dem vergangenen Jahr außer Acht lassen. Denn an erster Stelle steht immer noch, die Mitarbeitenden zu befähigen und nicht zu behindern. Deshalb sind Adaptionen notwendig, um neue Lösungen zukünftig schneller, aber gleichzeitig kontrolliert zu implementieren.

Integration als notwendiger Bestandteil der Unternehmens-IT

Ein Punkt, der hinsichtlich der Befähigung von Mitarbeitenden besonders zu berücksichtigen ist, betrifft die Integration der Tools und Anwendungen in die Unternehmens-IT. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden zwar viele Tools eingeführt, doch oft nicht ausreichend in den gesamten Prozessablauf integriert. Für viele Unternehmen war schon 2020 ein zentrales Ziel, den Integrationsrückstand aufzuholen. Durch die während der Pandemie hastig eingeführten Anwendungen vergrößerte sich der Rückstand weiter. Somit ist es jetzt absolut notwendig, dass Unternehmen die Integration vorantreiben und an vorderster Stelle ein reibungsloses End-to-End-Erlebnis zwischen den verschiedenen Tools und Lösungen schaffen. Beispielsweise müssen Collaboration Tools mit dem eingesetzten ERP-System verknüpft sein, um Medienbrüche in den Arbeitsprozessen zu vermeiden. So unterstützt eine nahtlose End-to-End-Erfahrung Mitarbeitende und sorgt außerdem für eine verbesserte Kundenerfahrung – denn auch auf Kundenseite macht sich ein nahtloses End-to-End-Erlebnis bezahlt.

 Wenn der Status quo nicht ausreicht

Unternehmen haben hinsichtlich ihrer IT-Anwendungslandschaft einen Rückstand zu verzeichnen, dem sie sich im Jahr 2020 kaum bis gar nicht widmen konnten. Nun hat sich für viele die Haushaltsituation zum Schlechteren verändert und geplante Ziele müssen verschoben werden. Zentrale Fragen, die sich Unternehmen deshalb stellen, sind: An welchen Stellen genügt es, den gegenwärtigen Zustand beizubehalten? Und was muss dringend angepasst werden, um zukünftig belastbarer und langfristig erfolgreich zu sein?

Auf diese sehr unternehmensspezifischen Fragen kann es keine allgemeingültigen Antworten geben. Trotzdem zeigen sich grundsätzliche Trends, die fortbestehen werden: Hier ist zum einen die Nutzung von SaaS-Software (Software as a Service) zu nennen. Der gestiegene Bedarf nach SaaS-Lösungen hat dazu geführt, dass diese zunehmend an die Industriestandards angepasst werden. Zum anderen wurden die Vorteile der Cloud deutlich und folglich die Bedenken hinsichtlich Cloud-basierten Lösungen rückläufig.

Fokus auf Standard-Prozesse und Vertrauensaufbau in die Cloud

Dies hat zwei Punkte zur Folge, mit denen sich Unternehmen aktuell befassen müssen. Die Umstellung auf eine SaaS-Lösung in der Cloud führt zu standardisierten Prozessen. Dabei darf jedoch die Ausprägung der Kerndomäne nicht eingeschränkt werden und eine Differenzierung vom Wettbewerb in Form von Erweiterungen sollte möglich sein. Diese Add-ons befinden sich in der Regel ebenfalls in der Cloud. Die Cloud im Sinne von SaaS macht also nicht nur das Leben und die Arbeit durch Standard-Prozesse einfacher, sondern ermöglicht es Unternehmen auch, die für ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt wesentlichen Unterscheidungsmerkmale herzustellen.

Des Weiteren ist es immer noch nötig, Vertrauen in die Möglichkeiten von Cloud-Lösungen aufzubauen. Zwar zeigen sich weniger Menschen vollkommen ablehnend gegenüber der Cloud. Es gibt jedoch nach wie vor Skeptiker, die sich nur langsam an deren Nutzung heranwagen. Daraus folgen verschiedene Anforderungen und Schwerpunkte für unterschiedlich eingestellte Unternehmen: Manche sind bereits gänzlich von den Vorteilen der Cloud überzeugt und richten ihren Fokus auf Innovationsgeschwindigkeiten und das Testen neuer Möglichkeiten. Andere hingegen wollen sich schrittweise an eine Cloud-Nutzung herantasten und dabei so wenig Risiko wie möglich eingehen. Deshalb lassen sich die skeptischeren Unternehmen vor allem von hybriden Ansätzen überzeugen.

Warum eine bloße Einführung der Tools zu Problemen führt

Der Aufholbedarf in der IT war aufgrund der Pandemie nicht die einzige Herausforderung, der sich viele Unternehmen stellen mussten. Mit der Einführung von Cloud-basierten Tools und Anwendungen ergeben sich häufig organisatorische Probleme. Um dies zu vermeiden, sollten Benutzer nicht nur im Umgang mit den Tools geschult, sondern auch innerhalb der neuen Prozesse begleitet werden. Eine bloße Verwendung der Tools, ohne auch den kulturellen Wandel innerhalb der Arbeitsumgebung zu berücksichtigen, lässt die Mitarbeitenden zurück. Dies hat negative Auswirkungen zur Folge – auf die Wirtschaft und im schlimmsten Fall auch auf das Wohlbefinden der Angestellten.

Autorenbeschreibung:

Dr. Christian Lechner ist Principal IT Consultant im Ressort New Business & Innovation bei msg. Mit seinem Team unterstützt er Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen auf Basis neuester Technologien. Ein aktueller Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Side-by-Side-Erweiterung von SAP Lösungen mit Microsoft Azure. Mit diesem Thema verbindet der promovierte Physiker seine Begeisterung für Cloud-Native- und Serverless-Architektur mit seiner umfangreichen Erfahrung im SAP-Umfeld. Bereits seit 2005 ist er innerhalb der msg-Gruppe in verschiedenen Rollen tätig, unter anderem als „Head of Architecture“ im Geschäftsbereich „Products & Development“. Als SAP Mentor Alumnus ist er ein gefragter Referent und SAP-Experte. Er ist SAP Press Autor, stellvertretender Sprecher des DSAG Arbeitskreises Development und Sprecher des DSAG Forums SAP Cloud Platform.

 

[1] https://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prEUR146745720

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