Nach dem digitalen Schock: Jetzt von IT-Experten für eine neue Arbeitswelt lernen

JobsManagement
Jobs (Bild: Shutterstock)

Die Welt kehrt langsam zur Normalität zurück. Aber die meisten Unternehmen streben nicht zurück – sondern nach vorne. Der Weg zum „alten Normal“ ist für viele keine Alternative. Daher gilt es nun, die Entwicklungen der letzten Monate genau zu analysieren, um für die Zukunft der Arbeitswelt bereit zu sein.

Vor allem IT-Teams spielen hier eine zentrale Rolle. Um die IT-Experten in Unternehmen nachhaltig zu unterstützen, gilt es, deren Erkenntnisse aus den letzten Monaten zu nutzen. Oliver Ebel, Regional Vice President Deutschland von Citrix, stellt Ergebnisse aus der aktuellen Umfrage unter IT-Führungskräften von Censuswide, im Auftrag von Citrix, vor.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie veränderte sich das Arbeitsleben zahlreicher Arbeitnehmer. Das „Büro“ wurde von einem physischen zu einem digitalen Raum. Dabei ergaben sich zahlreiche Herausforderungen, die effizienten Arbeitsumgebungen im Weg standen: Neben einer eher analogen Sorge von 29 Prozent der befragten IT-Experten, dass Kinder oder Tiere geschäftliche Termine stören könnten, oder den Bedenken von 36 Prozent, dass die Bandbreite eine effiziente Zusammenarbeit verhindern könnte, stimmten ganze 55 Prozent der Befragten zu*, dass sie sich Sorgen um die IT-Sicherheit machen, wenn Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten. Diese vielfältigen Erkenntnisse sind wichtig für Unternehmen, um ihre digitale Transformation in Zukunft effizient zu gestalten.

Der Weg zu Remote Work – IT-Experten identifizieren vielfältige Herausforderungen

Die schnelle Umsetzung der neuen Home-Office-Regelungen hat eine Reihe neuer Bedenken mit sich gebracht. Im Zentrum der Herausforderungen auf dem Weg zu Remote Work steht die Informationssicherheit. Über die Hälfte der IT-Führungskräfte machen sich Sorgen um diese, wenn Mitarbeiter von zuhause arbeiten: 51 Prozent gaben an, dass mindestens 41 Prozent ihrer Mitarbeiter auf privaten Computern arbeiten. Zusätzlich geben 50 Prozent an, dass die Zahl der Mitarbeiter, die nicht genehmigte Software installieren, stark gestiegen ist. Diese Entwicklungen erhöhen die Auslastung der IT-Abteilungen. So stimmen 65 Prozent der IT-Experten zu, dass die sicherheitsbezogenen Anfragen im Kontext von Remote Working und der Reaktion auf die COVID-19-Pandemie zunahmen. Auch geben 70 Prozent der Befragten an, dass die Mitarbeiter der IT-Abteilung einen erhöhten Stresspegel aufweisen. 30 Prozent beschreiben ihre Teams als überlastet, was für Mitarbeiter oftmals lange Wartezeiten bedeutete.

Zusätzlich nennt die Mehrheit (28 Prozent) der Fachkräfte bei der Frage nach Kernherausforderungen sowohl den Mangel an Remote-Working-Technologien, als auch die eingeschränkte Skalierung ihrer Anwendungen, die dadurch der Nachfrage nicht gerecht wird.

Gewonnene Expertise nach der Krise nutzen

Neben den Herausforderungen brachten die neuen Umstände und Anforderungen auch ein gesteigertes Ansehen für IT-Abteilungen. Vielen Mitarbeitern wurde die tragende Rolle der Unternehmens-IT erst durch die Umstellung auf die neue Arbeitswelt bewusst. So geben 57 Prozent der IT-Führungskräfte an, dass ihre Abteilung derzeit als geschäftskritisch für das Unternehmen angesehen wird.

Des Weiteren betonen 62 Prozent der Befragten, die schnelle Antwort auf COVID-19 habe die digitale Transformation ihres Unternehmens vorangetrieben – diese Dynamik gilt es nun zu nutzen. Denn die Zukunft der Arbeit wartet nicht. So sind 65 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass der Zugang zu neuen Technologien und Funktionen den Weg für eine neue Arbeitsweise ebnet. Es gilt nun, die identifizierten Herausforderungen der IT-Experten in die zukünftige Technologie-Planung aufzunehmen. Sowohl die gestiegene Präsenz und Expertise der IT, als auch die beschleunigte digitale Transformation können Unternehmen einen Vorsprung bei der Digitalisierung des „alten Normals“ ermöglichen.

Über die Studie

Die Studie basiert auf Interviews, die im April/Mai 2020 mit 3.770 IT-Entscheidungsträgern in mittleren und großen Organisationen* aus den folgenden sieben Märkten durchgeführt wurden: USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Niederlande. Die Befragten sind in den folgenden Sektoren tätig: Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen & Biowissenschaften, Telekommunikation / Medientechnologie, Freiberufliche Dienstleistungen, Fertigung, Einzelhandel, Sonstige. Die Untersuchung wurde von Censuswide im Auftrag von Citrix durchgeführt.

* „Zustimmen” bedeutet durchgehend, dass die Befragten entweder „Stark einverstanden“ oder „Etwas einverstanden” mit einer dazu passenden Aussage wählten.

Autor
Erfahren Sie mehr 
Area Vice President DACH
Citrix
Erfahren Sie mehr