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Lenovo bringt neue High-Performance Server

Lenovo bringt zwei neue, hochperformante Server-Systeme für kritische Unternehmensanwendungen. Die Modelle x3850 X6 und x3950 X6-Server hat der chinesische Hersteller mit den aktuellen Intel Xeon-Modellen E7-4800 und E7-8800 v4 aktualisiert. Die neuen Server-CPUs mit bis zu 3.4GHz und bis zu 1866MHz DDR4 Memory Access sowie 24 Kernen pro Socket, sollen laut Hersteller um bis zu 39 Prozent mehr Performance liefern. Dieses Performance-Plus des Prozessors sorge bei den aktualisierten Servern für ein Leistungsplus von etwa einem Viertel. Die beiden auf hohe Verfügbarkeit ausgelegten Modelle sollen noch im Juni erhältlich sein.

Die neuen X6-Server sind mit Support für bis zu 12 Terabyte Speicher als Basis für geschäftskritische Anwendungen wie SAP HANA, S/4HANA oder Hadoop vorgesehen. Auch Virtualisierungsaufgaben oder analytische Projekte sowie weitere Aufagben aus den Bereichen Big Data, Analytics und In-Memory sollen sich mit den neuen Server-Modellen realisieren lassen.

Der aktualisierte X6 3850 von Lenovo richtet sich an kritische Anwendungen aus den Bereichen Big Data, Analytics oder In-Memory. (Bild: Lenovo)

Die beiden Server basieren auf dem Konzept der Compute-Books. Über diesen modularen Aufbau lassen sich die Server einfach warten, aktualisieren und skalieren. Diese Books entsprechend den Anforderungen der Anwendungen konfiguriert oder ausgetauscht werden. Lenovo bietet drei “X6-Books” für I/O, Storage und Compute.

Der Server x3850 X6 umfasst insgesamt vier Compute-Books mit jeweils einem Intel-Xeon-E7-8890 v4 Prozessor und damit insgesamt 96 Compute-Cores. Durch die Kombination mit Storage-Technologien wie NVEe PCIe SSDs kann Lenovo die Anwendungsperformance gegenüber herkömmlichen SSDs steigern, zudem seien damit Einsparungen bei SAN/NAS-Storage möglich, verspricht der Hersteller.

Den Anwendungen steht im Modell x3850 X6 bis zu 6 TByte an DDR4-System-Speicher zur Verfügung. Für Erweiterungen sind bis zu elf 11 PCIe-Slots an Bord. Das Datenblatt (PDF) nennt als unterstützte Betriebssysteme Microsoft Windows Server, Red Hat Enterprise Linux Server, SUSE Linux Enterprise Server sowie VMware vSphere Hypervisor.

Der X6 3850 und der X6 3950 von Lenovo. (Bild: Lenovo)

Der Server soll laut Lenovo im SAP SD 2-tier Standard Application Benchmark gegenüber der Vorgängerversion bis zu 33 Prozent mehr Leistung liefern. Anwender können in der neuen Version mit der In-Memory-basierten ERP-Anwendung S/4HANA um ein Drittel mehr Memory adressieren.

Mit dem x3950 X6 verdoppelt Lenovo das 4-U-System x3850 X6 auf insgesamt 8 Höheneinheiten. Statt für vier stehen bei dem großen Bruder Steckplätze für acht Xeon-E7-8800-v4 zur Verfügung. Entsprechend steigt auch die Zahl der Compute-Cores auf 192 und das System Memory auf 12 TByte DDR4.

Die beiden X6-Server bieten auch neue RAS-Features (Reliability, Availability and Serviceability). So verfügen beide Modelle über selbstheilende Technologien und Funktionen, die Störungen vorhersehen und beheben. Das Feature “Advanced Page Retire” schützt Anwendungen vor korrumpierten Pages im Memory, was vor allem im Terabyte-Bereich eine wichtige Funktion ist. Über Processor High Availability bekommt die Plattform auch während eines Prozessorausfalls Zugriff auf Netzwerk, Storage und das Server-Management. Das Rolling Firmware Update Upward Integration Module stellt sicher, dass auch bei einem Firmware-Upgrade, die Anwendungsperformance nicht leidet. Mit dem RAS Upward Integration Module können Anwender Regeln erstellen, die die Hochverfügbarkeit von bestimmten virtuellen Maschinen absichern.

Außerdem hat Lenovo mit dem verkauf der neuen ThinkServer sd350 (PDF) begonnen. Das System wurde für anspruchsvollere Software-definierte Workloads entwickelt. Bei dem Zwei-Wege-System mit zwei Höheneinheiten hat Lenovo vor allem auf Dichte und Effizienz geachtet. Der sd350 verfügt über den Xeon E5-2600-v4-Prozessor mit 20 Cores und 512 GByte RDIMM-Memory. Anwender können zwischen SSDs oder HDDs wählen.

Als Schnittstellen liefert der Server insgesamt drei PCIe 3.0 Adapter Slots, zwei USB-3.0-Ports und Support für 10-Gigabit-Ethernet. Der Controller stellt pro Server einen Durchsatz von bis zu 80 Gbps sicher. Der sd350 lässt sich mit dem Enclosure n400 auch mit bis zu 24 2,5-Zoll-HDDs oder -SSDs erweitern. Ein sd350 kann bis zu sechs Laufwerke adressieren. So kann der ultrakompakte Server um bis zu 48 TByte internen Near-Line-Storage erweitert werden. Der sd350 wird ab Juli 2016 erhältlich sein.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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