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Social Media verkürzt die Aufmerksamkeitsspanne

Im Jahr 2000 lag die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen bei etwa 12 Sekunden. Wie eine Studie von Microsoft in Kanada jetzt zeigt, ist dieser Wert bis zum Jahr 2013 deutlich gesunken. Die meisten Menschen schaffen es heute lediglich 8 Sekunden sich auf einen Sachverhalt zu konzentrieren. Und damit liegen wir eine Sekunde hinter dem Goldfisch.

Die digitale Zerstreuung kommt von stets griffbereiten Smartphones, Sozialen Netzwerken und einer nicht endender Informationslawine sowie dem so genannten Multiscreening, die die Konzentration herausfordern. Etwa die Hälfte der Kanadier greift automatisch zum Handy, wenn anderweitig keine Stimuli vorhanden sind, so die Autoren der Untersuchung. Dennoch, kein Grund beunruhigt zu sein, glauben die Experten von Microsoft.

“Sei es in der afrikanischen Steppe oder in New York”, erklärt Alyson Gausby, Consumer Insights Lead bei Microsoft Canada und Initiator der Studie, “das Überleben des Menschen hängt davon ab, wie gut er sich auf das konzentrieren kann, was wichtig ist. Diese Fähigkeit hat sich nicht geändert, sie hat sich lediglich auf Online verschoben.”

So falle zwar die Aufmerksamkeitsspanne, doch können Menschen inzwischen besser als bisher in kurzer Zeit Informationen verarbeiten und auch speichern. Zudem wollen die Menschen immer mehr Input, wie die Studie zeigt. Vor allem bei jüngeren Menschen, gerne auch als digital Natives verschrien, ist die Medien-Nutzung besonders ausgeprägt.

Laut Gausby bedeute das für Marketing-Verantwortliche, dass es zwar deutlich mehr Möglichkeiten für einen Werbetreibenden gibt, die Aufmerksamkeit eines Verbrauchers zu ergattern, es aber immer schwieriger wird, diese auch zu halten.

Will man daher noch Botschaften in die Welt bringen, sollte man das auf einer persönlichen Ebene, mit klaren Worten und vor allem “auf den Punkt” tun. Aufmerksamkeit erreiche man am besten mit reichhaltigen Multimedia-Angeboten. “Calls to Action” und Wiederholungen sowie einheitliches Auftreten über verschiedene Kanäle hinweg seien ebenfalls für eine erfolgreiche Werbung angeraten, heißt es in der Studie.

Redaktion

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