Flash Player: Adobe schließt sieben gravierende Sicherheitslücken in allen Versionen

Adobe hat ein wichtiges Sicherheitsupdate für den Flash Player veröffentlicht. Es beseitigt sieben Schwachstellen, die das Unternehmen als kritisch einstuft. Angreifer können unter Umständen Schadcode einschleusen und ausführen und sogar die vollständige Kontrolle über ein System übernehmen.

Die Fehler stecken in Flash Player 25.0.0.148 und früher für Windows und Linux, Flash Player 25.0.0.163 und früher für Mac OS X sowie in den in Google Chrome und Microsoft Edge und Internet Explorer 11 integrierten Flash-Plug-ins. Betroffene Nutzer sollten schnellstmöglich auf die fehlerbereinigte Version 25.0.0.171 umsteigen. Adobe hält es für sehr wahrscheinlich, dass kurzfristig, beispielsweise innerhalb von 72 Stunden, Exploits für die Sicherheitslücken auftauchen.

Konkret korrigiert das Update sechs Speicherfehler und einen Use-after-free-Bug, die jeweils eine Remotecodeausführung ermöglichen können. Entdeckt wurden die Anfälligkeiten von Sicherheitsforschern von Tencent KeenLab und Googles Project Zero. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen wie Google und Microsoft zahlt Adobe externen Sicherheitsforschern keine Prämien für die von ihnen gefundenen Fehler.

Mehr zum Thema

Alternativen für Reader, Photoshop & Co.

Der Flash-Player ist am Ende. Zum Glück, denn er ist ein Einfallstor für Trojaner und Hacker, und mit HTML5 gibt es einen passenden Ersatz. Doch ein Leben ganz ohne Adobe? Ohne Reader? Ohne Photoshop? Es ist möglich – mit Programmen, die dazu noch kostenlos sind.

Nutzer, die den Flash Player bereits installiert haben, erhalten die neue Version automatisch über die integrierte Update-Funktion. Google und Microsoft verteilen den Patch ebenfalls automatisch an die Nutzer ihrer Browser. Alternativ kann Flash Player 25.0.0.171 auch über das Adobe Download Center heruntergeladen werden.

Darüber hinaus bietet Adobe ein wichtiges Sicherheitsupdate für Experience Manager Forms an. Eine Schwachstelle in den Versionen 6.2, 6.1 und 6.0 für Windows, Linux, Solaris und AIX kann zur Offenlegung vertraulicher Informationen führen. Für Experience Manager Forms 6.0 steht der Hotfix 2.0.58 zur Verfügung. Nutzer der Versionen 6.1 und 6.2 erhalten die Updates 6.1 SP2 CFP8 sowie 6.2 SP1 CFP3.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Browsern aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

Recent Posts

Backup-Lücken in der Cloud

Für Backup und Recovery ihrer Daten sind SaaS-Anwenderunternehmen selbst verantwortlich. Verlassen sie sich nur auf…

7 Stunden ago

Wie gut ist Deutschland gegen Cyberangriffe gerüstet?

Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit 2022 des Hasso-Plattner-Instituts.

7 Stunden ago

Prävention von Post-Quantum-Cyber-Attacken

BlackBerry unterstützt quantenresistente sichere Boot-Signaturen für die kryptoagilen S32G-Fahrzeugnetzwerkprozessoren von NXP Semiconductors.

8 Stunden ago

BSI veröffentlich Whitepaper zur Prüfbarkeit von KI-Systemen

Methode zur Erfassung der Prüfbarkeit der IT-Sicherheit von KI-Systemen.

13 Stunden ago

Blick in die Blackbox: Transparente Künstliche Intelligenz

Funktionsweisen von KI-Anwendungen für Autonomen Fahren oder in der Industrie 4.0 müssen transparent und nachvollziehbar…

15 Stunden ago

Silicon Security Day: Künstliche Intelligenz in der Cyber-Security

Cyberangreifer setzen zunehmend KI als Waffe ein, um ihre Angriffe noch zielführender zu starten –…

3 Tagen ago