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Google Cloud führt ARM-basierte VMs ein

Google Cloud hat erstmals die Verfügbarkeit von virtuellen Maschinen (VM) angekündigt, deren Prozessoren auf der ARM-Architektur basieren. Die Tau T2A genannten VMs werden von Altra-Prozessoren von Ampere angetrieben und können mit bis zu 48 virtuellen CPUs pro VM sowie 4 GByte RAM pro vCPU konfiguriert werden.

Die Tau T2A VMs bieten zudem eine Netzwerkbandbreite von bis zu 32 Gbit/s. Kunden stehen zudem mehrere Optionen für Network-Attached Storage zur Verfügung.

ARM-basierte Prozessoren kommen vor allem in Smartphones und anderen mobilen Geräten zum Einsatz. In Rechenzentren werden sie aber auch für Web-Server, Microservices, Data-Logging, Media Transcoding oder umfangreiche Java-Applikationen eingesetzt. Amazon Web Services nutzt schon seit Jahren selbst entwickelte ARM-Prozessoren. Microsoft wiederum bietet Azure-VMs mit Altra-Prozessoren von Ampere seit Anfang des Jahres an.

Neuer vollständig verwalteter Dienst Google Cloud Batch

Googles neue VM-Familie folgt auf die Einführung von Tau VMs für Google Cloud Compute Engine im vergangenen Jahr. Diese Chips zielen auf Kunden ab, die eine Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses suchen, ohne ihre Anwendungen für die ARM-Architektur umgestalten zu müssen.

„Wir freuen uns, dass wir die große Auswahl, die wir bereits mit Intel und AMD anbieten, erweitern und in das ARM-Ökosystem einsteigen können, um unseren Kunden noch mehr Auswahl und Flexibilität zu bieten”, sagte Sachin Gupta, VP of Infrastructure bei Google Cloud. Eine Preview von Tau-T2A-VMs bietet Google Cloud in ausgewählten Regionen in Nordamerika, Europa und Asien an.

Google Cloud bietet außerdem einen neuen vollständig verwalteten Dienst namens Google Cloud Batch an, der Batch-Aufträge bereitstellt, plant und ausführt. Der Service soll Anwendungen für durchsatzorientiertes Computing zugutekommen, etwa der Wettervorhersage und der Automatisierung von Elektronikdesign. “Wir sind bestrebt, unseren Kunden den Betrieb der Cloud in großem Maßstab zu erleichtern”, so Gupta.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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