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Nutanix stellt mit Xpress Enterprise-Cloud für KMU vor

Mit Nutanix hat jetzt ein weiterer Anbieter sogenannter hyperkonvergenter Systeme ein seiner Einschätzung nach mittelstandstaugliches Produkt auf den Markt gebracht. Bei Nutanix heißt die dafür gedachte Produktreihe Xpress, integriert Server, Storage und Virtualisierung und ist zu Preisen ab 25.000 Dollar erhältlich. Auf der Plattform lassen sich zwischen fünf und fünfhundert virtuelle Maschinen betreiben.

Die gesamte dafür erforderliche Software ist ab Werk vorinstalliert. Zusätzlich kann der ebenfalls vorinstallierte AHV-Hypervisor von Nutanix das Management der virtuellen Maschinen übernehmen. Damit sei “nahezu jede” virtualisierte Anwendung für kleine und mittlere Unternehmen in weniger als 60 Minuten einsatzbereit, so der Anbieter. Zum Leistungsumfang gehören auch drei Jahre Support sowie die Möglichkeit des Daten-Backups auf öffentliche Cloud-Dienste.

Ebenfalls in die Waagschale wirft Nutanix, dass beim Anschaffungspreis auch zu berücksichtigen sei, dass die Folgekosten im Vergleich zu herkömmlicher Infrastruktur gering sind. “Nutanix Xpress ist so einfach, dass ein einziger IT-Fachmann die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens einrichten und verwalten kann”, verspricht der Hersteller in einer Pressemitteilung.

Nutanix Xpress wird in Ausführungen mit drei oder vier Nodes pro Appliance angeboten. Pro Knoten stehen je nach Konfiguration 16 oder 20 Cores mit Intel-CPUs (E5-2609v4, E5-2620v4 oder E5-2640v4), SSD-Speicher mit Kapazitäten zwischen 480 und 1,9 TByte sowie zwei HDDs mit zwei bis 6 TByte Speicher zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher kann 64, 128, 256 oder 512 GByte groß sein, zur Netzwerkanbindung sind bis zu vier 10-Gigabit-Ethernet-Ports möglich.

Nutanix Xpress wird ab Juli zu Preisen ab 25.000 Dollar erhältlich sein (Bild: Nutanix).

Vetrieben wird Nutanix Xpress ab Juli über autorisierte Reseller des Herstellers. Außerdem sollen dann Xpress-basierende Angebote auch über OEM-Partner von Nutanix erhältlich sein. Ausdrücklich genannt wird Lenovo, eine entsprechende Parternerschaft unterhält Nutanix seit 2014 aber auch schon mit Dell.

Nutanix ist zwar einer der Vorreiter bei hyperkonvergenten Systemen, aber längst nicht mehr alleine auf dem Markt und insbesondere im Mittelstand nicht der erste. Unter anderem haben hier auch Cisco, HPE, NetApp und VCE schon Produkte vorgestellt. Das wundert nicht, ist der Markt doch dynamisch und interessant: Gartner prognostiziert ihm 2019 ein Volumen von 5,5 Milliarden Dollar.

Hewlett Packard Enterprise hatte zur CeBIT mit HPE Hyper Converged 380 seinen Entwurf für KMU vorgestellt. Das Produkt wird mittlerweile auch zu einem monatlichen Mietpreis angeboten, der auf Basis der genutzten virtuellen Maschinen ermittelt wird.

Eines der Nutanix-Konkurrenzprodukte: die im März vorgestellte Appliance HPE Hyperconverged 380 (Bild: Hewlett Packard Enterprise) .

Von Cisco gibt es das System Cisco HyperFlex, bei dem die Preise für die kleinste Ausführung, einen Cisco HX220c M4 Node, bereits bei rund 5400 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer anfangen. Allerdings werden mindestens drei davon benötigt und ist auch ein Cisco USC zur Steuerung und Verwaltung erforderlich. NetApp bietet in der Liga in Zusammenarbeit mit Cisco den FlexPod Xpress. Das Angebot besteht aus einem Cisco-UCS-Server der C-Serie und UCS Mini, Cisco-Nexus-3000-Switches sowie NetApp FAS2500 als Storage-Komponente.

Zum Einstiegspreis von 60.000 Dollar brachte schließlich VCE im Februar mit VCE VxRail ein hyperkonvergentes System für KMU zum etwas mehr doppelten Preis der nun vorgestellten Nutanix-Lösung auf den Markt. Bei VCE VxRail bekommen Kunden Datenservices und Systemmanagementfunktionen von EMC sowie von VMware VMware vSphere, vCenter Server und die Software-Defined-Storage-Lösung VMware Virtual SAN. Die VxRail Appliances werden mit Hybridspeicher oder als All-Flash-Variante angeboten.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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