Windows, Office und IE bekommen kritische Updates

Mit dem Juni-Update schließt Microsoft über 40 Schwachstellen. Kritische Lecks befinden sich in den Produkten Internet Explorer, Edge, Windows und Office. Angreifer könnten darüber Schadcode einschleusen und die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen.

In dem Browser Internet Explorer der Versionen 9, 10 und 11 behebt Microsoft insgesamt 10 Anfälligkeiten, die allesamt eine Remotecodeausführung erlauben. In Edge für Windows 10 werden an Patch-Day 8 Anfälligkeiten behoben. Hacker müssen, um diese Lecks auszunutzen, einen Nutzer lediglich zum Besuch einer speziell gestalteten Website verleiten.

Ein kumulatives Sicherheitsupdate für JScript und VBScript beseitigt indes kritische Fehler in Windows Vista und Server 2008. Ein Patch für den Windows DNS Server betrifft nur Windows Server 2012 und 2012 R2. Weitere vier kritische Bugs bedrohen Nutzer von Excel, Visio und Word 2007, Office sowie Excel, Visio und Word 2010, Visio und Word 2013, Office 2013 RT und Office, Visio und Word 2016. Dieses Update stellt Microsoft aber auch für Office für Mac 2011, Office 2016 für Mac und das Office Compatibility Pack und Word- und Visio-Viewer zur Verfügung.

Weitere Updates sollen unter anderem verhindern, dass Unbefugte ihre Rechte ausweiten können und dass Anwendungen persönliche Informationen preisgeben. Das ist beispielsweise bei Gruppenrichtlinien, den Windows Kernelmodustreibern, der Microsoft-Grafikkomponente, dem Windows SMB-Server, dem WAPD-Protokoll (Web Proxy Auto Discovery) und beim Exchange Server der Fall.

Active Directory und Windows Search sind indes anfällig für Denial-of-Service-Angriffe. Netlogon für Windows Server 2008, 2008 R2 und 2012 ermöglicht wie auch Windows-PDF für Windows 8.1, 10, Server 2012 und 2012 R2 eine Remotecodeausführung.

Nutzer von Windows 10 erhalten die Patches zusammen mit Build 10586.420. Es soll zusätzlich die Zuverlässigkeit von Internet Explorer 11, Edge, Cortana, Groove Musik, Karten und Windows Explorer verbessern. Außerdem hat der Hersteller Fehler im Zusammenhang mit TPM-Modulen und der Netzwerkdiagnose behoben.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Windows? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

Recent Posts

Worauf es bei der Banken-IT besonders ankommt

Finanzinstitute unterliegen strengen Auflagen, wenn es um die Digitalisierung geht. Doch der Finanzbereich kommt an…

20 Minuten ago

Patentstreit zwischen Apple und Ericsson eskaliert

Apple reagiert auf Ericssons Klagen mit einer eigenen ITC-Beschwerde. Das Unternehmen aus Cupertino bekundet aber…

3 Tagen ago

Google fordert sichere Rahmenbedingungen für Datenaustausch zwischen USA und EU

Googles Chief Legal Officer kritisiert in einem Blogeintrag die Datenschutzgrundverordnung. Auslöser ist eine Entscheidung aus…

3 Tagen ago

Samsung stellt am 8. Februar Galaxy S 22 vor

Ein Teaser-Video bestätigt Gerüchte, wonach Samsung die Note-Serie mit der Galaxy-S-Serie zusammenlegt. Samsung verspricht zudem…

3 Tagen ago

ISG-Studie: Intelligente Prozessautomatisierung in Deutschland

Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen und -dienstleistungen, die unternehmensübergreifende Use Cases ermöglichen, steigt.

3 Tagen ago

NetApp-Umfrage: Die Zukunft ist hybrid

Für die Kundenumfrage hat NetApp weltweit 79 große und mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt. So wollen…

4 Tagen ago