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Pentagon vergibt Cloud-Auftrag – an AWS, Google, Oracle und Microsoft

Das Pentagon hat den vor rund einem Jahr neu ausgeschriebenen Cloud-Auftrag vergeben. Der Nachfolger des Jedi genannten 10-Milliarden-Dollar-Auftrags geht nun an alle an der Ausschreibung beteiligten Unternehmen: Amazon Web Services (AWS), Google, Microsoft und Oracle. Er hat nun ein Volumen von 9 Milliarden Dollar.

Im Gegensatz zu Jedi sind am Join Warfighting Cloud Capability (JWCC) genannten Auftrag nun mehrere Unternehmen beteiligt. Das US-Verteidigungsministerium beschafft darüber kommerzielle Cloud-Dienste und -Funktionen “mit der Geschwindigkeit der Mission, auf allen Klassifizierungsebenen, vom Hauptquartier bis zum taktischen Rand”, teilte das Department of Defense (DoD) mit. Militärpersonal erhält so Zugriff auf nicht geheime, geheime und streng geheime Daten.

Zudem ist das DoD berechtigt zwischen Diensten wie Elastic Computing, Storage, Netzwerk-Infrastruktur, fortschrittliche Datenanalyse, verstärkte Sicherheit und taktische Edge-Geräte wählen, heißt es weiter in der Ankündigung. Wie die Associated Press berichtet, soll der Auftrag bis Juni 2028 abgeschlossen sein.

Nach der Vergabe von Jedi hatte es Beschwerden der nicht berücksichtigten Unternehmen gegeben. Das führte letztlich zu Verzögerungen bei der Umsetzung. Darauf hin entschloss sich die US-Regierung, den Anforderungskatalog zu überarbeiten und den an Microsoft vergebenen Auftrag zurückzuziehen.

Im November 2021 starte das Pentagon schließlich die Ausschreibung für den JWCC-Auftrag. Zu dem Zeitpunkt ging die US-Regierung allerdings davon aus, dass Google und Oracle erneut nicht berücksichtigt werden. Nur AWS und Microsoft “scheinen in der Lage zu sein, alle Anforderungen des Verteidigungsministeriums zu erfüllen, einschließlich der Bereitstellung von Cloud-Diensten auf allen Ebenen der nationalen Sicherheitseinstufung”, sagte die für die Beschaffung zuständige US-General Services Administration zu dem Zeitpunkt.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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