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Nicht genehmigte KI-Tools am Arbeitsplatz

Fast ein Viertel der Arbeitnehmer in Deutschland nutzt derzeit generative KI am Arbeitsplatz. Davon bestätigen zwei Drittel der Befragten, dass sie damit produktiver sind. Allerdings hat mehr als die Hälfte schon einmal mit nicht genehmigten generativen KI-Tools gearbeitet, 34 Prozent sogar mit ausdrücklich verbotenen Werkzeugen. Zu diesem Ergebnis gelangt die Salesforce-Studie „The Promises and Pitfalls of AI at Work“ über Chancen und Herausforderungen durch KI am Arbeitsplatz.

Unabhängig davon, ob sie generative KI am Arbeitsplatz einsetzen oder nicht, sind sich die Arbeitnehmer der Auswirkungen der Technologie auf ihre Berufslaufbahn bewusst: 46 Prozent glauben, dass KI-Kenntnisse ihre Karriereaussichten steigern. Ähnlich viele finden, dass diese Kompetenzen ihnen mehr Zufriedenheit im Job verschafft und 40 Prozent rechnen mit höheren Gehältern.

Am Arbeitsplatz fehlen KI-Richtlinien

Trotz der Chancen gilt es derzeit noch an den Herausforderungen rund um das Thema KI zu arbeiten. So fehlt es an Bildung zum Thema KI. Drei Viertel der befragten Arbeitnehmer haben bisher keine Schulung über den angemessenen Umgang mit generativer KI und kein Training zum Thema sichere KI-Verwendung erhalten.

Zudem fehlt es Unternehmen an klaren Richtlinien für den Einsatz generativer KI am Arbeitsplatz, wie 81 Prozent der deutschen Arbeitnehmer angeben. Bei 30 Prozent fehlen diese Richtlinien komplett. Aber auch da, wo es Leitplanken gibt, genügen diese oft nicht für einen zielgerichteten Einsatz: 35 Prozent der Befragten geben an, dass die KI-Richtlinien in ihrem Unternehmen für den geplanten Einsatz nicht ausreichend sind. Fehlende Richtlinien machen sich auch im individuellen Umgang der Mitarbeiter mit KI-Ergebnissen deutlich: 55 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bereits KI-generierte Ergebnisse als ihre eigenen ausgegeben

Zur Studie

Für die Salesforce-Studie „The Promises and Pitfalls of AI at Work“ hat YouGov im Zeitraum vom 18. bis 31. Oktober 2023 über 14.000 Vollzeitbeschäftigte aus Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen online befragt, rund 1.000 davon aus Deutschland.

Roger Homrich

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