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Manager schwindeln gerne per SMS

Das ergab eine Befragung der Firmenberatung German Consulting Group unter 417 deutschen Führungskräften.

82 Prozent waren der Meinung, dass mit dem Einzug moderner Kommunikationsmittel wie E-Mail und BlackBerry auch der Wahrheitsgehalt der Kommunikation im Geschäftsleben gesunken ist. 63 Prozent bestätigten, mit Hilfe elektronischer Medien ihre Geschäftspartner oder Kollegen zu belügen.

Am häufigsten wird die Wahrheit per SMS verdreht. 81 Prozent gaben an, sehr häufig oder zumindest häufig die Unwahrheit zu tippen. Lediglich 7 Prozent haben noch niemals per SMS ihre Geschäftspartner oder Kollegen belogen.

“Da man per SMS oder BlackBerry eine eher begrenzte Wortanzahl zur Verfügung hat, kommt einem auch die Lüge kleiner vor”, sagte Boris Liffers, Geschäftsführer der German Consulting Group. Zudem könnten wenige Worte später immer noch als Missverständnis ausgelegt werden.

Auf Platz zwei der beliebtesten Kommunikationsmittel für Unwahrheiten steht die E-Mail. 75 Prozent geben an, häufig oder sehr häufig Unwahrheiten in E-Mails zu verschicken. Nur 9 Prozent schreiben nach eigenen Aussagen per E-Mail immer die Wahrheit. Wird eine E-Mail von der Sekretärin versendet, ist die Wahrscheinlichkeit eines hohen Wahrheitsgehaltes signifikant höher. 48 Prozent zeigen Skrupel, ihre E-Mail-Unwahrheiten von anderen tippen zu lassen.

Auch wenn Manager lieber schriftlich lügen – auch durch Ohrenkontakt ist man vor ‘Notlügen’ nicht gefeit. 61 Prozent geben zu, auch schon während eines Telefonats die Unwahrheit gesagt zu haben.

Was sind die Gründe dafür, dass Kommunikationsmittel gern zum Lügen genutzt werden? Liffers: “Durch die hohe Mobilität und den gleichzeitig zurückgehenden persönlichen Kontakt sind Aussagen nicht mehr nachprüfbar. Lügen wird somit einfacher.”

Hinzu komme manchmal das Bedürfnis, dem Druck der ständigen Erreichbarkeit entfliehen zu wollen. “Eine der häufigsten Ausreden für Nichterreichbarkeit ist, keinen Handy-Empfang gehabt zu haben – gleichzeitig liegt die Netzabdeckung laut einer Studie vom Mai 2007 bei den großen Anbietern bei über 90 Prozent. In Ballungsgebieten liegt sie bei nahezu 100 Prozent.”

Auf Platz eins der Ausreden für die Nichterreichbarkeit liegt ‘Klingeln nicht gehört’ (15 Prozent). Beliebt sind auch ‘Serverprobleme’ und ‘Kein Empfang’ (jeweils 14 Prozent), ‘War in einem Meeting’ (11 Prozent) sowie ‘Akku leer’ und ‘War im Flugzeug’ (jeweils 9 Prozent).

Silicon-Redaktion

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