Seit dem auch Google im Browser-Markt mitmischt, gibt es eine permanente Verschiebung der Marktanteile zwischen dem Internet Explorer (IE), Firefox, Chrome, Safari und Opera. Die Entwicklung geht so schnell, dass bei jedem neuen Release eines Browsers der Kampf um die Führungsposition neu entschieden scheint, doch nur wenige Wochen später zieht dann ein Konkurrent nach und bietet noch mehr Features und eine noch höhere Geschwindigkeit.

Die jüngste Kampf- und Releaserunde begann im September mit IE9 Beta. Schon bei dessen Pre-Release im März wurde deutlich, dass Microsoft es mit diesem Browser durchaus mit Chrome und Firefox aufnehmen kann. Doch jetzt hat Mozilla mit Firefox 4 Beta nicht nur gleichgezogen, sondern sich beim Leistungsumfang und bei der Geschwindigkeit einen neuen Spitzenplatz erkämpft. Da diese beiden Kriterien im Konsumermarkt auf den obersten Plätzen stehen, wird es weitere Verschiebungen bei den Marktanteilen zu Gunsten des Rotfuchses geben.

In der Business-IT-Welt stehen andere Kriterien auf den Spitzenplätzen; allen voran die Sicherheit und die Kompatibilität mit bestehenden Applikationen. Letzteres beschert dem IE eine treue User-Gemeinde und so ist es nicht verwunderlich, dass trotz aller Anstrengungen der Konkurrenten der IE mit einem Anteil von 59,26 Prozent* weiterhin auf Platz eins liegt. Auf den weiteren Plätzen befinden sich Firefox (22,82 Prozent), Chrome (8,47 Prozent), Safari (5,4 Prozent) und Opera (3,2 Prozent).

Die Anteile sind aber deutlich im Fluss. So hat der IE in den letzten 24 Monaten 12,35 Prozent verloren, wogegen Firefox und Chrome 1,61 beziehungsweise 7,36 Prozent zulegen konnten. Mit anderen Worten: Sollte sich dieser Trend fortsetzen und keine bedeutenden Ereignisse in den kommenden Monaten eintreten, wird Firefox bis Ende 2012 den Spitzenplatz einnehmen.

Die weitere Entwicklung hängt auch entscheidend davon ab, inwieweit zukünftige Cloud-Anwendungen auf spezielle Browser zugeschnitten sind. Viele frühere Versionen des IE wurden als Plattform für Intranet-Anwendungen oder hybride Internet/Intranet-Applikationen gewählt. Die dabei entstandenen Anwendungen wurden aber nicht fortlaufend auf neue IE-Versionen umgestellt – und das ist der Hauptgrund dafür, dass weiterhin auf vielen Desktops alte IE-Versionen im Einsatz sind.

*Alle Daten von NetApplications

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Silicon-Redaktion

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