Google+-Alternative MeWe: Upload-Tool hilft beim Import von Daten

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In der Desktop-Variante von MeWe steht die Import-Funktion unter Einstellungen zur Verfügung. Google+-Daten müssen für einen erfolgreichen Datenimport im JSON-Format vorliegen.

Für das soziale Netzwerk MeWe, das sich als Alternative zu Google+ anbietet, dessen Abschaltung im April bevorsteht, steht jetzt ein Upload-Tool zur Verfügung. Es soll Umsteigern dabei helfen, ihre Google+-Inhalte einfach in MeWe zu importieren.

Google+: Archiv im JSON-Format erstellen (Screenshot: ZDNet.de)
Google+: Archiv im JSON-Format erstellen (Screenshot: ZDNet.de)

In der Desktop-Version von MeWe steht der Google+-Importer unter Einstellungen zur Verfügung. Mit ihm sollen sich Beiträge aus Google+ ebenso datiert und sortiert in die MeWe-Timeline übertragen lassen. Beim Erstellen des Google+-Archivs darf ausschließlich das JSON-Format zum Einsatz kommen. Andernfalls kann MeWe die Daten nicht importieren. Ein Anleitung hat MeWe in Form eines PDFs veröffentlicht. Der Umfang der zu archivierenden Daten auf Google+ beeinflusst die Dauer der Archivierung. Google spricht von mehreren Stunden oder Tagen.

Der Import über die MeWe-Schnittstelle gestaltet sich relativ leicht. Man muss dafür nur die entsprechende Archiv-Datei, die standardmäßig als ZIP-Format ausgegeben wird, im Importer einbinden und anschließend hochladen. Auch der Import kann Stunden oder Tage dauern – je nach Größe des Archivs.

MeWe: Der Import von Google+-Daten kann mehrere Tage dauern (Bild: ZDNet.de)
MeWe: Der Import von Google+-Daten kann mehrere Tage dauern (Bild: ZDNet.de)

Zudem wollen die Entwickler ihr Netzwerk mit weiteren Features ergänzen und dabei ausdrücklich auf die Wünsche und Bedürfnisse bisheriger Nutzer von Google+ eingehen. Schon heute erscheint es wie eine Kombination von Facebook und Google+.

MeWe stellt erklärtermaßen die Privatsphäre der Nutzer in den Mittelpunkt. Zu seinen Befürwortern zählt HTML-Erfinder und Web-Begründer Tim Berners-Lee, der dem sozialen Netz schon in seinen Anfangstagen beratend zur Seite stand.

“Die ursprüngliche Idee des Webs war die eines Raums für Zusammenarbeit, der Kommunikation durch geteilte Informationen erlaubt”, so Lee. Die Missbrauchsmöglichkeiten des offenen Internets seien jedoch äußerst verlockend geworden für Regierungen sowie große Unternehmen. “MeWe gibt die Macht des Internets zurück an die Menschen mit einer Plattform, die für Zusammenarbeit und Privatsphäre geschaffen wurde.”

MeWe bezeichnet sich als das soziale Netzwerk der nächsten Generation und verspricht: “Keine Werbung. Keine Spyware. Kein Mist.” Es sichert den Mitgliedern in einem Rechtekatalog zu, auf das Tracking, das Teilen persönlicher Informationen mit anderen und Gesichtserkennung zu verzichten. “Es sind Deine Freunde”, heißt es ausdrücklich. “Wir spionieren nicht deine Kontaktliste aus.”

Die Google+-Alternative ist für den Desktop, Android sowie iOS verfügbar. MeWe ist kostenlos und will sich mit Zusatzangeboten wie mehr Speicherplatz finanzieren. Jedes Mitglied erhält kostenlose 8 GByte Speicherplatz und kann für 4,99 Dollar monatlich zusätzliche 50 GByte erwerben. Angekündigt sind MeWe-Seiten für 2,99 Dollar monatlich sowie exklusive Spiele für MeWe-Mitglieder. Die Business-Variante MeWePRO sieht sich im Wettbewerb mit Slack und bietet eine Suite integrierter Collaboration-Tools.

Nach eigenen Angaben hat MeWe bereits mehr als vier Millionen Mitglieder. In 2018 ist MeWe um 405 Prozent gewachsen.

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