Lancom Systems steigert Umsatz um 32 Prozent

Cloud

Die Einnahmen beliefen sich 2018 auf 77,2 Millionen Euro. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 wächst Lancom Systems durchschnittlich um 15 Prozent.

Lancom Systems, Ralf Koenzen (Foto: Lancom Systems)
„Wir verbinden wie kein anderer Hersteller Technologie und Innovation mit Themen wie Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit. Das ist ein hochattraktives Gesamtpaket, mit dem wir in ganz Europa eine führende Rolle anstreben. Dies natürlich auch im Kontext der Debatte um mehr Digitale Souveränität.”, sagt Lancom-Gründer und Geschäftsführer Ralf Koenzen (Bild: Lancom).

Auch 2018 hält das Wachstum des deutschen Netzwerkinfrastrukturausrüster Lancom Systems an. Die Einnahmen stiegen im abgelaufenene Geschäftsjahr um 32 Prozent auf 77,2 Millionen Euro. Das von Firmengründer Ralf Koenzen und Geschäftsführer Stefan Herrlich geführte Unternehmen erzielt seit seiner Gründung im Jahr 2002 ein durchschnittliches Wachstum von 15 Prozent. Laut eigenen Angaben kamen die Wachstumsimpulse gleichermaßen aus dem Geschäft mit Systemhäusern, Carriern und Großkunden. Weit über Markt wuchsen die Bereiche WAN, All-IP und Software-defined Networking (SDN). Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 370 Mitarbeiter an drei Standorten. 2018 flossen insgesamt rund 16 Prozent des Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung zurück.

Das Wachstum realisierte der deutsche Netzwerkausrüster auch durch einen Portfolioausbau im Bereich VPN: von den neuen High-Performance-Routern der 190x-Serie über die Einführung der High-End-VPN Gateways der ISG-Serie bis zum Marktstart der weltweit ersten Business-VPN-Router-Familie für die neuen Supervectoring-Anschlüsse, der 179x-Serie. Auch beim All-IP-Portfolio für die Netzumstellung der Telekom von Analog/ISDN auf IP-basierte Anschlüsse verzeichnete Lancom erneut Zuwachssraten im hohen zweistelligen bereich. Lancom adressiert in erster Linie Unternehmenskunden und konnte eigenen Angaben zufolge in allen Segementen, von KMU bis Enterprise, deutlich zulegen.

Lancom Systems LC1790 (Bild: Lancom)

Neue Impulse durch Software-defined Networking

Erfolge im Cloudbereich konnte Lancom mit der Weiterentwicklung seiner Lancom Management Cloud (LMC) erzielen. Die Lösung hat das Unternehmen um performante Leistungsmerkmale einschließlich eines Security- & Compliance Dashboards ausgebaut. Unternehmensangaben zufolge handelt es sich bei der Lösung um die weltweit erste, hyperintegrierte Netzwerkmanagementlösung für SD-WAN, SD-LAN und SD-WLAN.

Im Geschäftsjahr 2018 hatten bereits knapp 15 Prozent der Projekte bei Lancom Cloud-Bezug. Das Interesse galt sowohl dem in Deutschland gehosteten Public Cloud-Angebot als auch der Möglichkeit, die LMC als Private Cloud-Instanz im eigenen Rechenzentrum zu betreiben. Laut aktuellem Cloud-Monitor, der vom Bitkom und der Beratungsgesellschaft KPMG kürzlich veröffentlicht wurde nutzen in Deutschland inzwischen 73 Prozent der Unternehmen ab einer Mitarbeiterzahl von 20 Cloud-Computing.

Neues Geschäftsfeld Security

Im Herbst 2018 legte Lancom den Grundstein für eine wesentliche strategische Weiterentwicklung seines Geschäfts. So wurden in Kooperation mit dem Schwesterunternehmen Rohde & Schwarz Cybersecurity die ersten Firewall-Lösungen auf den Markt gebracht. Mittelfristig soll daraus ein hochintegriertes Netzwerk- und Security-Portfolio mit On-Premises-Produkten sowie umfassender SD-Security aus der Cloud entstehen.

Lancom/Rohde & Schwarz: Unified Firewalls (Bild: Lancom)

„Wir verbinden wie kein anderer Hersteller Technologie und Innovation mit Themen wie Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit“, sagt Lancom-Gründer und Geschäftsführer Ralf Koenzen. „Das ist ein hochattraktives Gesamtpaket, mit dem wir in ganz Europa eine führende Rolle anstreben. Dies natürlich auch im Kontext der Debatte um mehr Digitale Souveränität.“