Vom Betriebswirt zum Web-Programmierer

Die Corona-Pandemie hat vieles auf den Kopf gestellt. Sowohl Kurzarbeit als auch Arbeitslosigkeit gehörten monatelang zur Tagesordnung. Viele Menschen mussten oder wollten sich in der Folge beruflich umorientieren. Oft deshalb, weil der aktuelle Job nicht krisenfest genug erschien oder um mehr persönliche Erfüllung zu finden.

In vielen Fällen spielen Faktoren wie die Vereinbarkeit des Berufs mit dem Familienleben oder anderen Lebensentwürfen ebenfalls eine Rolle. So kommt es, dass zum Beispiel auch Tierärztinnen und Tierärzte oder Menschen, die bereits eine erfolgreiche Selbstständigkeit gestartet haben, sich neu ausrichten. Zu ihnen gehört auch der staatlich geprüfte Betriebswirt Julian, der sein Berufsfeld um 180 Grad änderte.

„Während der Corona-Pandemie habe ich viel über meine aktuelle Situation und die Möglichkeit eines Berufswechsels nachgedacht – die IT-Branche bietet auch für Quereinsteiger wie mich aktuell unzählige Möglichkeiten”, sagt Julian. Er hat sich nebenberuflich bei der privaten Developer Akademie weiterbilden lassen und arbeitet heute als Programmierer in der Web-Entwicklung. Dabei werden auch in anderen Bereichen Softwareentwickler und Programmierer momentan händeringend gesucht.

Jobwechsel aus Begeisterung

Ausschlaggebend für seinen Jobwechsel war für Julian letztlich die Erkenntnis, dass er sich nicht vorstellen konnte, in 20 oder 30 Jahren noch in seinem Beruf als Controller zu arbeiten. Denn auch, wenn er diesen Job grundsätzlich nicht schlecht fand, fehlte ihm die Begeisterung für das, was er tat.

Auf das Weiterbildungsangebot zum Softwareentwickler der Developer Akademie wurde Julian zufällig aufmerksam, als er sich über die unterschiedlichen Möglichkeiten beruflicher Neuorientierung informierte. So schickte er kurzerhand seine Bewerbung ab. Eine Entscheidung, die fortan sein Leben veränderte – denn heute ist er als Quereinsteiger erfolgreich in der Web-Entwicklung eines Softwareunternehmens tätig.

Ein großer Schritt mit geringem Risiko

Attraktiv war für Julian vor allem die Option, die Weiterbildung zum Web-Programmierer neben seinem bisherigen Job ausüben zu können. Die Risiken, die mit einer Umorientierung einhergehen, ließen sich so minimieren. Hätte die Fortbildung sich als Schritt in die falsche Richtung erwiesen, wäre das insofern kein Problem gewesen.

Dabei gelang es Julian, die Videolektionen, Übungen und Zoom-Calls mit den Betreuern in nur etwa zehn Stunden pro Woche durchzuführen. So blieb ihm noch genügend Zeit, um sein Wissen zusätzlich durch Nebenprojekte zu vertiefen. Erste kleinere Projekte, mit denen er sich weiter in die Materie einarbeiten konnte, sorgten für das nötige Momentum. Seine IT-Grundkenntnisse aus dem bisherigen beruflichen Umfeld waren für ihn ebenfalls von Vorteil. Die Begeisterung sei allerdings das A und O, um die Sache richtig durchzuziehen, berichtet Julian.

Wer also mit geringen Kenntnissen startet, muss gegebenenfalls bereit sein, ein paar Stunden mehr pro Woche einzuplanen. Grundsätzlich richten sich die Kurse aber nach den zeitlichen Möglichkeiten der Teilnehmer. Eine Verteilung der Inhalte über einen längeren Zeitraum ist also machbar. Ein klares Plus, findet auch Julian.

Hohe Lernkurve durch individuelle Betreuung und direkten Austausch im Team

Von der organisierten Aufbereitung der Kurse in der Developer Akademie ist Julian überzeugt. Die Mischung aus vorgefertigten Videolektionen, die die Teilnehmer im eigenen Tempo durcharbeiten, die gemeinsamen Video-Calls, bei denen offene Fragen erörtert werden, und das individuelle machen die Akademie zu einer der Topadressen für IT-Fortbildungen in Deutschland.

Weiterhin unterstützt die Akademie die Teilnehmer bei der Ausarbeitung gemeinsamer Projektarbeiten: Ob Entwicklung einer einfachen Website oder Programmierung einer Projektmanagement-App – die Zusammenarbeit im Team hilft, die eigenen Fähigkeiten einzuordnen. Darüber hinaus vermittelt die Teamarbeit wichtige Skills, die bei der praktischen Arbeit als Programmierer in einem Unternehmen ebenfalls gebraucht werden.

„Wenn drei oder vier Leute gleichzeitig an so einer Seite programmieren, kann es natürlich zu Problemen kommen“, erzählt Julian, „denn es muss ja letztlich alles zusammenpassen.“ Genau mit dieser Herausforderung sehen Entwickler in realen Projekten sich ebenfalls immer wieder konfrontiert. Der unmittelbare Austausch mit anderen Lernenden vermittelt zudem einen Eindruck vom eigenen Lernfortschritt und ermöglicht es, eigene Skills zu schärfen.

Erfolgreicher Einstieg ins Web Development

Nach Abschluss der Fortbildung in der Developer Akademie hat Julian schnell einen Job als Entwickler gefunden. Wichtig dabei war, dass er seinen neuen Arbeitgebern direkt im Vorstellungsgespräch offen kommuniziert hat, dass er aktuell am Anfang seiner Karriere steht und in welche Richtung er sich weiterentwickeln will. Denn auch wenn die Kenntnisse, die er während der Fortbildung erworben hat, fundiert sind und ihm einen trittfesten Einstieg in die neue Branche ermöglichen, sind sie natürlich nur bis zu einem gewissen Grad mit realer Arbeitserfahrung vergleichbar.

Für Julian bedeutet das, dass er trotz des erfolgreichen Einstiegs noch einiges lernen kann. Das Unternehmen, für das er jetzt arbeitet, entwickelt komplexe Web-Anwendungen. Im Team mit erfahrenen Kollegen funktioniert die Einarbeitung für Julian aber hervorragend. Auch dabei erweist sich die Erfahrung aus den gemeinsamen Projektarbeiten als vorteilhaft.

Julian ist überzeugt, dass die Schulung ihn gut auf die echte Arbeit als Programmierer vorbereitet hat: „Bei Manuel Thaler und Junus Ergin kann ein absoluter Laie zum Programmierer werden“, sagt er. Er gibt aber auch zu bedenken, dass das Lernen mit dem Abschluss an der Developer Akademie nicht aufhört: „Es beginnt danach erst so richtig, denn Programmieren ist ein weites Feld.“

Über die Developer Akademie

Junus Ergin hat gemeinsam mit Manuel Thaler ein Schulungsprogramm entwickelt, mit dem Quereinsteiger unabhängig von ihrem Background in kurzer Zeit den Einstieg in eine Karriere als Programmierer und Softwareentwickler schaffen können. An der Developer Akademie bilden die Experten Menschen aus allen Branchen aus, die sich für die IT begeistern, sich einen Job mit Zukunftsperspektive wünschen und ihr Potenzial voll entfalten möchten. Die Quereinsteiger sind im Schnitt bereits nach sechs bis neun Monaten Weiterbildung bei den IT-Profis bereit für den Arbeitsmarkt.

Roger Homrich

Recent Posts

Paradies für Angreifer: überfällige Rechnungen und „Living-off-the-Land“

HP Wolf Security Threat Insights Report zeigt, wie Cyberkriminelle ihre Angriffsmethoden immer weiter diversifizieren, um…

9 Stunden ago

EU-Staaten segnen Regulierung von KI final ab

AI Act definiert Kennzeichnungspflicht für KI-Nutzer und Content-Ersteller bei Text, Bild und Ton.

1 Tag ago

eco zum AI Act: Damit das Gesetz Wirkung zeigen kann, ist einheitliche Auslegung unerlässlich

Aufbau von Aufsichtsbehörden auf nationaler und EU-Ebene muss jetzt zügig vorangetrieben werden.

1 Tag ago

Datenqualität entscheidet über KI-Nutzen

Hochwertige Daten liegen häufig unerkannt in Daten-Pools und warten darauf, mit ausgefeilten Datamanagement-Plattformen gehoben zu…

1 Tag ago

Gartner: Public-Cloud-Ausgaben steigen auf mehr als 675 Milliarden Dollar

Prognostiziertes jährliches Wachstum von mehr als 20 Prozent wird durch GenKI-fähige Anwendungen in großem Maßstab…

1 Tag ago

Podcast: Zero Trust zum Schutz von IT- und OT-Infrastruktur

"Das Grundprinzip der Zero Trust Architektur hat sich bis heute nicht geändert, ist aber relevanter…

5 Tagen ago