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Apple und Microsoft in Gesprächen über Digitale Rechte

Apple und Microsoft sollen angeblich Gespräche über ein gemeinsames Digital Rights Management (DRM) führen. Das Berichtet das Musik-Magazin Billboard. In einem Interview erklärte Paul Vidich, Executive Vice President von Time Warner: “Es gibt konkrete Diskussionen zwischen Apple und Microsoft über Kompatibilität.” Demnach gehen die Gespräche hauptsächlich darüber, dass Apples AAC-Formate und Microsofts WMA-Dateien aufeinander abgestimmt werden sollen. Dabei könne auch das jeweilige DRM bestehen bleiben. “Kunden werden Interoperabilität zwischen Geräten und Media-Software fordern”, so Vidich weiter.
Der Online-Musikmarkt bietet derzeit kein einheitliches Bild. Beinahe alle Portale haben ihr eigenes Format und viele Kunden müssen verschiedene Applikationen verwenden, um gesuchte Titel zu finden und abzuspielen. Derzeit ist es für User nicht möglich, etwa ein Lied, dass bei Apples iTunes gekauft wurde, in ein anderes Format umzuwandeln. Diese Lieder lassen sich dann auch nur mit dem iPod von Apple abspielen. Musik die bei der Konkurrenz des Marktführers gekauft wurde, wie etwa bei Napster, Real oder Walmart, kann weder über den iTunes-Player im Rechner, noch über den iPod, dem portablen Abspielgerät von Apple angehört werden.

Derzeit bilden sich Zusammenschlüsse großer Firmen, wie Philips zusammen mit Intertrust, oder das ‘Projekt Hudson’ der Firmen Intel, Nokia, Samsung, Toshiba und Matshushita, die nicht nur einen geeigneten Kopierschutz für CDs und DVDs entwickeln wollen, sondern auch ein einheitliches DRM für alle Dateiformate. Und schließlich die jüngste Allianz von Intel, Nokia, Samsung und Panasonic, auch hier soll die gemeinsame Anstrengung in einem DRM gipfeln.

In allen diesen Zusammenschlüssen fehlt bisher ein Name, um den man eigentlich nicht herum kann: Microsoft. Alle oben genannten Allianzen haben ein Ziel: Die Vormachtstellung des Softwareriesen soll gebrochen werden. So befürchtet auch Hollywood eine zu große Abhängigkeit von Redmond. Da aber Microsoft-Betriebsysteme auf über 95 Prozent aller Rechner laufen, wird es eine Lösung, an der Microsoft in irgendeiner Weise beteilig ist, geben müssen.

Silicon-Redaktion

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