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Server-Cluster: Viel Lärm um nichts

Der Trend zu Clustern aus mehreren kleinen Servern wird das künftige Geschäft mit einzelnen leistungsstarken Multiprozessorrechnern zwar beeinträchtigen, aber nicht ersetzen. Zu diesem Schluss kamen die Server-Experten auf der CeBIT America. Leistungsfähigere Netzwerke und bessere Datenbank-Software würden es geclusterten Servern zwar erleichtern, auf eine gemeinsame Datenbank zuzugreifen, das System sei jedoch noch nicht ausgereift, so die Experten.
“Die wahre Herausforderung ist das Management”, sagte Jay Bretzmann, Marketing-Manager für IBMs xSeries Server. “Es ist einfacher ein einziges Betriebssystem zu managen, als ein Cluster aus mehreren kleinen Knoten.” Ähnlich äußerste sich auch HPs Server-Experte John Miller. Die meisten Kunden würden sich nur zögerlich auf das neue Territorium wagen und mit Zwei-Knoten-Clustern experimentieren.

Gemessen an den Investitionen dominieren immer noch große Multiprozessor-Systeme, fügte IDC-Analyst Mark Melenovsky hinzu. “Cluster-Systeme haben zwar für jede Menge Schlagzeilen gesorgt, mehr als die Hälfte des Budgets wird aber weiterhin für große Plattformen ausgegeben.”

Dem widerspricht allerdings eine aktuelle Gartner-Studie. Demnach ist die Zahl der weltweit verkauften Server im ersten Quartal des Jahres sprunghaft um 27 Prozent auf 1,6 Milliarden Geräte angestiegen. Dabei sei eine klare Tendenz in Richtung Low-end-Server zu erkennen, so die Gartner-Experten. Zudem, so die Studie, würden sich immer mehr Kunden für das Linux-Betriebssystem entscheiden. So stieg der Gewinn mit Linux-basierter Hardware innerhalb des ersten Quartals 2004 um 57 Prozent, während das Geschäft mit Unix-Servern gleichzeitig um 2,3 Prozent zurückging.

Silicon-Redaktion

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