Paare spionieren einander im Internet aus

Viele sind inzwischen der Ansicht sind, das Web trage zur Entstehung und Erhaltung von Beziehungen bei. Gleichzeitig befürchten die Paare aber auch ein gesteigertes Misstrauen aufgrund der Möglichkeiten, die das Internet bietet. 85 Prozent der Befragten gaben an, etwas dagegen zu haben, wenn der Partner online mit fremden Personen flirtet.

“Meiner Erfahrung nach herrscht Misstrauen erst dann, wenn ein Partner in der Vergangenheit bereits dazu Anlass gegeben hat”, meint dazu Thomas Traegner, Gründer des Seitensprung-Netzwerks Direct-Date. Es habe schon sehr oft Anfragen von vorwiegend Männern dazu gegeben, welche E-Mailadresse sie für die Anmeldung in der Agentur benutzen sollten und welche Nachrichten dorthin geschickt würden. “Das hat den Hintergrund, dass tatsächlich die Partnerin E-Mails kontrolliert”, so Traegner weiter. Dennoch sei das Internet selbst nicht die Ursache von Misstrauen. “Solche Maßnahmen treten immer erst dann auf, wenn das Vertrauen schon verloren wurde”, sagt der Plattform-Betreiber.

Laut der Oxford-Studie verfolgen 13 Prozent der Paare die Internet-Historie des Partners nach. Viele sagten aber auch, das Internet sei ein wichtiges Mittel, um Beziehungen in Gang zu halten und mit dem Partner zu kommunizieren. 14 Prozent besprechen Persönliches über E-Mail, ebenso viele nutzen dafür mindestens einmal pro Woche auch Online-Chats. 27 Prozent diskutieren mit dem Partner über SMS-Nachrichten.

Sechs Prozent der verheirateten Paare haben sich zum ersten Mal im Netz getroffen. Die meisten davon über eine Partnervermittlungsseite, 19 Prozent in einem Chat-Room und 18 Prozent über Instant Messaging. Uneinig sind sich viele, wenn es um den Konsum von Porno-Webseiten geht. Wenig überraschend sind Männer eher dazu geneigt, den Besuch solcher Seiten zu akzeptieren als Frauen. Grundsätzlich sei es überraschend, wie viele Paare sich gegenseitig im Netz ausspionieren, meint Studienleiterin Ellen Helsper. “Interessant war aber auch, dass die Paare das Online-Spionieren des Partners genauso verletzend empfinden wie reales Misstrauen in der Beziehung.”

Silicon-Redaktion

Recent Posts

Kubernetes in Cloud-Umgebungen

Ein elementarer Bestandteil einer effektiven Cloud-Strategie ist nach erfolgter Implementierung die künftige Verwaltung des Dienstes.

7 Stunden ago

Aras erweitert seine PLM-Plattform

Die Neuerungen sollen den Digital Thread, die Low-Code-Entwicklung, die Visualisierung komplexer Baugruppen und das Lieferantenmanagement…

8 Stunden ago

Manufacturing-X: Zurückhaltung überwiegt

Eine Bitkom-Umfrage attestiert der Datenraum-Initiative des Bundes hohe Bekanntheit in der Industrie. Doch noch ist…

9 Stunden ago

Ransomware „Marke Eigenbau“

Ransomware-as-a-Service ist ein lukratives Geschäft und in den Händen professionell organisierter Gruppen. Jetzt können Kriminelle…

1 Tag ago

Bad Bots: Risikofaktor mit hohen Folgekosten

Bad Bots richten nicht nur wirtschaftlichen Schaden an. Laut dem Bad Bot Report von Imperva…

2 Tagen ago

IT-Verantwortliche setzen auf KI-Hosting in Europa

Studie von OVHcloud verdeutlicht Stellenwert von Datenresidenz und Datensouveränität bei KI-Anwendungen.

3 Tagen ago