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Microsoft kauft mit Deis bei Container-Orchestrierung zu

Microsoft gibt die Übernahme von Deis bekannt. Das Unternehmen aus San Francisco hat sich auf die Orchestrierung und Verwaltung von Containern in der Cloud spezialisiert. Mit Deis bekommt Microsoft einen Spezialisten für Kubernetes. Das junge Unternehmen wird das Azure-Team künftig bei der Entwicklung von Tools für die Erstellung und Verwaltung von Containern in der Microsoft-Cloud unterstützten. Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht bekannt.

Helm und die so genannten Charts erleichtern Entwicklung und Deployment von containerisierten Anwendungen. (Bild: Deis)

Deis hat sich früh auf die Entwicklung von Containern konzentriert. Das einstige Google-Projekt Kubernetes ist ein wichtiger Teil der Strategie des Unternehmens. “Deis war immer darauf konzentriert, Open-Source-Technologien zu bauen und zu entwickeln, die es Entwicklern und Administratoren erleichtern Anwendungen zu bauen und zu betreiben”, erklärt Gabriel Monroy, CTO von Deis in einem Blog. Monroy gibt sich hier auch von Microsofts Engagement in der Cloud beeindruckt.

So steht Deis unter anderem hinter dem Open-Source-Projekt Helm, das darauf abzielt, Kubernetes-Applikationen zu Verwalten. Mit den Helm-Charts lassen sich Anwendungen definieren, installieren und aktualisieren. Diese Charts können ebenfalls einfach gepflegt werden. Neben Deis arbeiten auch Google und Bitnami an Helm mit.

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Neben dem Github-Projekt Steward arbeitet das junge Unternehmen auch an Workflow, mit dem sich verschiedene Container-Technologien in einer Plattform zusammenfassen lassen. Das Open-Source-Projekt kombiniere verschiedene Technologien wie Docker, CoreOS oder Google und vereinfache damit das Arbeiten mit Containern.

Mit Workflow, eine weiteren Open-Source-Projekt von Deis, können Anwender verschiedene Container-Technologien in einer Plattform nutzen. (Bild: Deis)

Bis vor wenigen Monaten wurden Container-Technologien stets mit dem Engagement von Docker gleich gesetzt. Spätestens aber seit Google das eigene Kubernetes-Projekt an die Community übergeben hat, scheint Kubernetes gerade von großen Namen der Branche wie Microsoft oder Red Hat deutlich mehr Unterstützung zu erfahren.

Neben einer umfassenden Expertise für containerisierten Workloads kann Microsoft auch von Deis Namen in der Open-Source-Szene profitieren. “Neben dem Container-Wissen verfügt das Deis-Team auch über umfassende Erfahrungen im Bereich Open Source – damit unterstützt es Microsofts Engagement die Produktivität von Entwicklern zu verbessern und die Flexibilität und Wahlmöglichkeit für alle Anwender zu optimieren”, ergänzt Scott Guthrie, EVP für Cloud und Enterprise bei Microsoft. Er erwartet, dass die zugekaufte Technologie das bestehende Container-Portfolio Linux und Windows Container, Hyper-V-Container oder den Azure Container Service erweitert.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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