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Ghostery 8 soll Tracking-Schutz für alle Nutzer bieten

Mit Ghostery 8 steht eine neue Version der Anti-Tracking-Software zur Verfügung. Die Erweiterung kann kostenlos für die Browser Chrome, Cliqz, Edge, Firefox, Internet Explorer, Opera und Safari heruntergeladen werden. Neu in Ghostery 8 sind Anti-Tracking-Technik auf Grundlage Künstlicher Intelligenz. Außerdem sollen überarbeitete Grundeinstellungen und eine neue Benutzeroberfläche die Verwendung des Privatsphäre-Tools auch technisch weniger bewanderten Nutzern erleichtern.

Bislang setzte Ghostery auf eine Anti-Tracking-Technik, die auf einer Liste bekannter Tracking-Tools und Tracking-Sites basiert. Aufgrund der Vielzahl der inzwischen verwendeten Tracker, der Dynamik in dem Segment und auch der landesspezifischen Besonderheiten droht das Verfahren jedoch an seine Grenzen zu stoßen – ähnlich wie die rein signaturbasierte Erkennung von Malware. Daher wird Version 8 von Ghostery erstmals mit einer zusätzlichen, KI-basierten Erkennungsmethode ausgeliefert.

Die wurde vom deutschen Unternehmen Cliqz entwickelt. Das hatte von der US-Firma Ghostery im Frühjahr 2017 die Marke Ghostery sowie das Privatkundengeschäft samt Produkten, Nutzerbasis und einem Team mit Standort in New York übernommen. Seitdem agiert Ghostery als Tochtergesellschaft von Cliqz. Neben der Nutzerbasis und der Technologie dürfte für Cliqz, das finanziell von Hubert Burda Media und Mozilla unterstützt wird, bei dem Schritt auch der Zugang zum amerikanischen Markt interessant gewesen sein.

Der nun standardmäßig aktivierte Smart-Blocking-Modus in Ghostery 8 (Screenshot: Ghostery)

Die von Cliqz entwickelte KI-Technologie ergänzt nun die Blockliste von Ghostery. Letztere hindert bekannte Tracker – also versteckte Software-Skripte, die Daten abgreifen und Nutzer durch das Web verfolgen – am Laden. Die KI-Technologie soll dann weitere Datenpunkte, mit denen individuelle Nutzer identifiziert werden können, entdecken und mit Zufallswerten überschreiben.

Um das Produkt für eine größere Zahl an Nutzern hilfreich und interessant zu machen, wurden auch die Grundeinstellungen angepasst. Der neue Smart-Blocking-Modus blockiert nun als unsicher eingestufte und als langsam bekannte Tracker ohne weiteres Zutun. Technisch versierten Nutzern bietet die Software nach wie vor weitergehende Funktionen und Einstellungen. Außerdem bekommen sie nun zusätzliche Informationen zum Verhalten von Trackern, Details über die Datenerhebung, Tracker-Statistiken und den Einfluss der Tracker auf die Performance geladener Seiten.

“Mit Anti-Tracking-Tools surfen Nutzer wieder selbstbestimmt. Sie entscheiden ob, wo und wann sie Tracking erlauben. Je mehr User dies tun, desto größer wird der Druck auf die Branche, ihre Methoden so zu verändern, dass sie die Nutzer, deren Recht auf Privatsphäre und den Anspruch auf ein störungsfreies Web-Erlebnis respektieren”, so Jeremy Tillman, Director of Product bei Ghostery. (Bild: Ghostery)

Eine Alternative zu Ghostery ist Privacy Badger. Das von der Electronic Frontier Foundation (EFF) entwickelte Tool soll ausdrücklich wenig versierten Nutzern helfen, sich ohne spezielle Kenntnisse vor Tracking schützen zu können. Es steht aktuell allerdings nur für Opera und Google Chrome zur Verfügung.

Versierteren Nutzern kann die Anleitung des Vereins Digitalcourage e.V. zur “digitalen Selbstverteidigung” empfohlen werden. Sie bekommen dort neben hilfreichen Tipps zur Nutzung von PC und Mobilgeräten auch eine Anleitung, was aus Sicht von Firmen wichtig und relevant ist. Außerdem gibt es auf der Website des Vereins eine umfangreiche Übersicht zur Funktionsweise und Auswahl-Tipps für Anti-Tracking-Tools.

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Redaktion

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