Hohe Burnout-Rate bei Cybersicherheitsexperten

Wachsende Bedrohung durch Angriffe in Kombination mit Qualifikationsdefiziten frustriert Sicherheitsteams.

Laut einer neuen Studie von Bridewell Consulting könnten britische Organisationen für kritische nationale Infrastrukturen (CNI) in den nächsten 12 Monaten mit einer hohen Abwanderungsrate von Cybersecurity-Führungskräften aufgrund von Stress und Burnout konfrontiert sein.

Von den 521 befragten Entscheidungsträgern für CNI-Infrastrukturen gaben 40 Prozent an, dass Stress sie dazu bringen könnte, ihren Arbeitsplatz innerhalb des nächsten Jahres zu verlassen. Sie führen dies auf zwei Hauptgründe zurück: 42 Prozent sagen, dass ein Cyberangriff unvermeidlich ist und sie nicht wollen, dass ihre Karriere darunter leidet. 40 Prozent sagen, dass Stress und Burnout ihr Privatleben stark beeinträchtigen.

SOCs nutzen mehr als 40 Tools

In Verbindung mit dem anhaltenden Fachkräftemangel könnten Massenkündigungen viele Branchen in eine prekäre Lage bringen. 68 Prozent der befragten Führungskräfte geben an, dass es in den letzten 12 Monaten schwieriger geworden ist, die richtigen Mitarbeiter für die Sicherung und Überwachung von Systemen zu finden. Traditionelle Security Operation Centers benötigen inzwischen über 40 verschiedene Tools, um die Sicherheit von Cloud- und anderen Systemen zu gewährleisten.

Zu den Versuchen, den Kreislauf von Burnout und Mitarbeiterbindung in der Branche einzudämmen, sagte Scott Nicholson, CEO von Bridewell, dass die Arbeitgeber den Umfang ihrer Einstellungssuche auf andere Branchen und Berufe ausweiten müssten. Der Umbruch auf dem Cybersicherheitsmarkt findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Zahl der Cyberangriffe ihren Höhepunkt erreicht hat. Nach der russischen Invasion in der Ukraine gaben 72 Prozent der Befragten an, dass die Zahl der Cyberangriffe seit der Invasion zugenommen hat, und 87 Prozent befürchten, ihren Arbeitsplatz infolge eines Cyberangriffs zu verlieren.

 

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