Potenzial von Prozessautomatisierungen wird nur nur punktuell ausgeschöpft

Investitionen in intelligente Prozessautomatisierung (IPA) zielen vor allem auf die Senkung der Betriebs- und Produktionskosten ab.

Eine IDC-Studie zur aktuellen Lage der Geschäftsprozessautomatisierung in deutschen Unternehmen zeigt,  dass das Interesse an Automatisierungslösungen und die Budgets steigen, jedoch wird das Potenzial von Prozessautomatisierungen noch wenig genutzt. ​

Investitionen in intelligente Prozessautomatisierung (IPA) zielen vor allem auf die Senkung der Betriebs- und Produktionskosten ab. Weiterhin wollen 30 Prozent der Unternehmen mit IPA die Nachhaltigkeit verbessern und Geschäftsprozesse modernisieren. Unternehmen beabsichtigen darüber hinaus, innerhalb der nächsten zwei Jahre mehr als die Hälfte ihrer Lösungen mit KI-Funktionen auszustatten. Die steigende Relevanz von künstlicher Intelligenz in Verbindung mit Robotic Process Automation (RPA) führt zu einer Verbesserung und Modernisierung von eingesetzten Lösungen und schafft neue Business Cases.

Erhebliche Herausforderungen bei Umsetzung

Gleichzeitig bestehen bei der Planung und Umsetzung von Automatisierungsprojekten noch erhebliche Herausforderungen. Auch wenn 38 Prozent der befragten Unternehmen angaben, ihre Budgets für den Bereich Automatisierung deutlich zu erhöhen, bleiben die zusätzlichen Kosten für IT und Services ein wichtiger Aspekt für Entscheider. Eine weitere Hürde stellen Datenqualität und Datenverwaltung dar. Besonders die Auswahl und Zusammenführung von relevanten Daten aus verschiedenen Quellen erweisen sich häufig als Stolpersteine bei der Umsetzung von Automatisierungsprojekten. 

Vor allem der fehlende flächendeckende Einsatz von IPA führt dazu, dass viele Möglichkeiten der Prozessoptimierung noch ungenutzt bleiben. Ein Hauptgrund dafür sind die geschaffenen technologischen Silos sowie die daraus entstandenen bruchstückhaften Automatisierungsprozesse. Die Herausforderung auf dem Weg zu ganzheitlichen Automatisierungsstrategien ist daher die Skalierbarkeit der Lösungen in der Unternehmenslandschaft. Abhilfe kann ein präzise formulierter Business Case sowie die Einbeziehung der einzelnen Fachbereiche, Prozessverantwortlichen und Mitarbeiter schaffen, damit auch komplexe Prozesse über Abteilungen hinweg realisierbar sind. 

Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie sowie den aktuellen Trends im Bereich Prozessautomatisierung umfasst der IDC Executive Brief zur Studie auch fünf Ratschläge, die Anregungen und Best-Practice-Ansätze für die Planung und Umsetzung von Automatisierungsstrategien beinhalten. 

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