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Analyst: Fertigungsprobleme belasten Apples iPhone-Geschäft im vierten Quartal

Der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hat einen neuen Bericht zu den Problemen mit der Lieferkette und der Fertigung von Apples Flaggschiff-Smartphones iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max vorgelegt. Kuo geht nun davon aus, dass Apple von beiden Geräten im Weihnachtsgeschäft 15 bis 20 Millionen Einheiten weniger ausliefern wird als erwartet.

Sein Prognose für das gesamte iPhone-Portfolio korrigierte Kuo um rund 20 Prozent nach unten, wie 9to5Mac berichtet. Apple soll nun im Dezemberquartal zwischen 70 und 75 Millionen iPhones ausliefern. Marktbeobachter gingen bisher von bis zu 85 Millionen Geräten aus.

Kuo zufolge behindern vor allem die in China weiterhin geltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie die dadurch ausgelösten Proteste die Fertigung von iPhones. So soll die Auslastung der wichtigen Produktionsstandorte in Zhengzhou im November bei nur rund 20 Prozent gelegen haben. Im Dezember rechnet Kuo dem Bericht zufolge nun mit einer Auslastung von 30 bis 40 Prozent. Mit größeren Liefermengen sei frühestens ab Ende Dezember zu rechnen – also zu spät fürs eigentliche Weihnachtsgeschäft und Apples erstes Fiskalquartal (bis Ende Dezember).

Darüber hinaus erwartet Kuo, dass Verbraucher nicht warten werden, bis Geräte der iPhone-14-Pro-Serie verfügbar sind. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage sollen Käufer auf eine Neuanschaffung verzichten. Als Folge soll Apples iPhone-Umsatz um vierten Quartal 2022 um 20 bis 30 Prozent unter den Erwartungen der Wall Street liegen.

Hierzulande nennt Apple für alle iPhone-14-Pro-Modelle unabhängig von Farbe und Speicherplatz derzeit den Liefertermin 30. Dezember. Auch in den meisten Apple Stores sind die Geräte offenbar nicht verfügbar. In den USA müssen Käufer laut 9to5Mac bei einigen Modellen inzwischen sogar bis zum Januar auf eine Lieferung eines iPhone 14 Pro warten.

Die Bilanz für das erste Fiskalquartal 2023 wird Apple Ende Januar vorlegen. Im Dezemberquartal 2021 spülte die iPhone-Sparte 71,6 Milliarden Dollar in Apples Kasse und verhalf dem Unternehmen aus Cupertino zum höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte. Sollten die Vorhersagen von Kuo auch in diesem Fall zutreffen, wird das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr Apple keine Rekorde bescheren.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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