Das Einmaleins des Smart Metering

CloudEnterpriseManagementServer

Intelligente Energiezähler, so genannte ‘Smart Meters’, sind seit Monaten in aller Munde. Strom und Gas sollen sie sparen, der Energieverschwendung den Garaus machen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Während der Energieverbrauch bisher zumeist nur einmal jährlich durch die Zählerablesung vor Ort ermittelt wurde, können die Verbrauchsdaten in Zukunft theoretisch sogar sekündlich erhoben werden. Der umgekehrte Kommunikationsweg – vom Versorger zum Haushalt – wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, wenn die Versorger verpflichtet sind, Tarife anzubieten, die einen Anreiz zum Energiesparen bieten.

Wie profitiere ich als Verbraucher von der Umstellung auf die neue Zähltechnik?

Von der Umstellung auf die neue Technik erhoffen sich Bundesregierung und Europäische Union eine Steigerung der Energieeffizienz und damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Idee: Nur Verbraucher, die über ihren genauen Energiekonsum informiert sind, können diesen kontrollieren und senken. Laut aktuellen Prognosen soll sich der Energieverbrauch – und in der Folge der schädliche CO2-Ausstoß – durch die Einführung intelligenter Zähler um fünf bis zehn Prozent senken lassen.

Ein weiterer zentraler Effekt ist, dass Smart Meters eine deutlich effizientere Nutzung der vorhandenen Energie ermöglichen. Der Hintergrund: Strom kann nicht gespeichert werden. Die Energieproduktion wird deswegen heute dem jeweiligen Verbrauch angepasst. Dieses Konzept ist mit einem größeren Anteil an regenerativen Energien nicht mehr möglich. “Dadurch, dass der Anteil umweltfreundlicher Energie aus Sonne und Windkraft stetig zunimmt, wird die Energiegewinnung immer stärker von unkontrollierbaren Faktoren wie dem Wetter beeinflusst”, so Heuell.

“In Zukunft wird es deswegen von entscheidender Bedeutung sein, ob es uns gelingt, den Verbrauch der Produktion anzupassen.” Ein intelligentes Stromnetz – das so genannte Smart Grid – würde ein effektives Energiemanagement ermöglichen, in dem zum Beispiel große Energieverbraucher wie die Waschmaschine automatisch dann in Gang gesetzt würden, wenn Strom in großen Mengen zur Verfügung steht.

Lesen Sie auch :
Experten-Tipp