Beide Nachfolger wurden zu Co-Presidents ernannt. Sie berichten an Jon Miller, Chairman und CEO der Muttergesellschaft News Corp.. Dieser erklärte: “Owen hat eine hervorragende Arbeit bei der Revitalisierung von MySpace geleistet. Im Gespräch mit ihm über seine Zukunftspläne sowohl in privater als auch beruflicher Hinsicht wurde uns allerdings klar, dass ein Rücktritt zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Beste ist.”

Auf Nachfrage, ob man auf der Suche nach einem neuen CEO für MySpace sei, wollte News Corp.-Konzernsprecher Dani Dudeck keine Auskunft geben. Man befindet sich laut Quellen in der Musikindustrie aber aktuell in Verhandlungen mit den großen Musiklabels, die sich Sorgen über die Folgen des Managementwechsels machten.

Van Natta war im April vergangenen Jahres als CEO auf den MySpace-Mitbegründer Chris DeWolfe gefolgt. Davor hatte er für nur sechs Monate beim MySpace-Konkurrenten Project Playlist das Ruder in der Hand.

Bekannt wurde er aber als potentieller Nachfolger von Facebook-CEO Mark Zuckerberg – der aber keine Lust auf einen Rücktritt hatte. Im Gegenteil: Es wird berichtet, dass Zuckerberg den als sehr ambitioniert beschriebenen Van Natta demontiert hat. Bei Facebook hatte Van Natta im September 2005 angeheuert, davor betrieb er seine eigene Suchmaschine A9.com, die er an Amazon verkaufte. Beim E-Commerce-Giganten war er daraufhin als Vice President of Worldwide Business and Corporate Development tätig.

Unter Van Nattas Führung hat MySpace die Musikdienste iLike und Imeem übernommen und sein Angebot an Musikvideos ausgeweitet. In seine Zeit fällt auch der Abbau von rund 30 Prozent der Belegschaft des Social Network.

MySpace, früher das weltweit führende soziale Netzwerk, hatte laut Comscore im Dezember in den USA weniger als 70 Millionen Besucher, im Vergleich zu 110 Millionen Zugriffe auf die Facebook-Website. MySpace Music hingegen erhöhte seine Nutzerzahlen im Lauf des vergangenen Jahres um 92 Prozent.

Silicon-Redaktion

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