Categories: MobileMobile Apps

BlackBerry Jarvis – neue Sicherheitslösung für autonome Fahrzeuge

Blackberry-CEO John Chen hat auf der North American International Automotive Show (NAIAS) in Detroit ein neues Sicherheitsprodukt für mit dem Internet verbundene Fahrzeuge vorgestellt. Die Jarvis genannte Software ist in der Lage, Sicherheitslücken in Automotive-Systemen aufzuspüren. Jarvis soll zudem mit Warnungen und Hinweisen bei der Beseitigung der Anfälligkeiten helfen.

BlackBerrys QNX wird unter anderem für Infotainment-Systeme von BMW, Audi oder Ford eingesetzt und übernimmt dabei auch lebenswichtige Aufgaben. (Bild: BlackBerry)

Intelligente Fahrzeuge nutzen laut Blackberry in der Regel eine Vielzahl von Softwarekomponenten, die häufig von unterschiedlichen Drittanbietern stammen. Deswegen werde eine Software benötigt, die Schwachstellen nahezu in Echtzeit vorhersage und korrigiere. Nur so sei es möglich, den “Bösewichten” einen Schritt voraus zu sein und Ausfälle aufgrund menschlicher Fehler zu vermeiden.

Ausgewähltes Whitepaper

Report: State of Digital Transformation EMEA 2019

Zu den größten Hürden der digitalen Transformation zählen der mobile Zugriff auf Unternehmensdaten und Anwendungen, die Nutzung unsicherer Netzwerke und nicht verwalteter Geräte. Das geht aus dem Report „State of Digital Transformation EMEA 2019“ von Zscaler hervor. Jetzt den vollständigen Report herunterladen!

“Verbundene und autonome Fahrzeuge benötigen einige der komplexesten Anwendungen, die je entwickelt wurden, was eine erhebliche Herausforderung für Autohersteller darstellt, die sicherstellen müssen, dass der Code den Branchen- und herstellerspezifischen Standards entspricht, während sie gleichzeitig eine sehr große und verlockende Angriffsfläche vor Cyberkriminellen schützen müssen”, sagte Chen.

Jarvis soll Softwareentwicklern helfen, die Branchenstandards zu erfüllen. Zudem kann Jarvis nach Herstellerangaben Binärdateien an jedem beliebigen Punkt der Softwareentwicklung scannen. Blackberry bietet für seine Sicherheitslösung ein nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell an. Zudem soll es möglich sein, Jarvis an jeden OEM sowie dessen Software-Lieferkette anzupassen.

Seit der Abkehr vom Smartphone-Geschäft konzentriert sich Blackberry unter anderem auf Sicherheitsprodukte für die Bereiche Automotive und Internet der Dinge. Im Juni stellte das kanadische Unternehmen mit dem QNX Hypervisor 2.0 ein System vor, das es Entwicklern erlaubt, Automotive-Applikationen gemäß ihrer Sicherheitsanforderungen voneinander zu trennen, um Sicherheitsverstöße auf eine Anwendung zu beschränken.

QNX wiederum ist ein wichtiger Pfeiler von Blackberrys Software- und IoT-Strategie. QNX-Partnerschaften kündigte Blackberry in den vergangenen Monaten unter anderem mit Baidu, Nvidia, Delphi, Visteon, Qualcomm und Denso an. Jarvis testet Blackberry nach eigenen Angaben bereits mit mehreren großen Autoherstellern, darunter Jaguar Land Rover.

[mit Material von Nathalie Gagliordi, ZDNet.com]

Tipp: Was wissen Sie über Blackberry? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Redaktion

Recent Posts

Gigabit-Datenraten im Zug

Projekt aus Bahn-, Mobilfunk- und Funkmastbranche zieht Zwischenbilanz. Start von Praxistests in erstem 5G-Korridor an…

8 Stunden ago

E-Health: Langzeitpflege mit KI

Das Fraunhofer-Institut entwickelt eine Pflegeplanung, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten wird. Ziel ist es, Pflegekräfte…

9 Stunden ago

Malware Mai 2024: Androxgh0st-Botnet breitet sich weiter aus

Die Lockbit3 Ransomware-Gruppe ist mittlerweile für ein Drittel der veröffentlichten Ransomware-Angriffe verantwortlich / Details zum…

14 Stunden ago

Vernetztes Fahren: Jeder zweite befürchtet Sicherheitsdefizite

Laut Kaspersky haben 52 Prozent der IT-Entscheider im Automobilbau ernsthafte Bedenken, dass vernetzte Fahrzeuge ausreichend…

15 Stunden ago

Unternehmen unterschätzen Komplexität der Digitalisierung

Studie: Projekte zur digitalen Transformation sind meist komplexer und zeitaufwändiger als erwartet.

17 Stunden ago

KI-basierte Übersetzung von Produktinformationen

Durch Anbindung des PIM-Systems an die KI-basierte Übersetzungslösung DeepL spart die J. Schmalz jährlich rund…

1 Tag ago