Xiaomi verkauft im zweiten Quartal in Europa mehr Smartphones als Samsung

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Xiaomi (Bild: Xiaomi)

Samsung ist der einzige Top-5-Anbieter mit sinkenden Absatzzahlen. Insgesamt wächst der Markt um 14 Prozent auf 50,1 Millionen Einheiten.

Samsung hat seine Führungsposition im europäischen Smartphonemarkt verloren. Zumindest laut den Marktforschern von Strategy Analytics hat Xiaomi im zweiten Quartal mehr Smartphones ausgeliefert als der koreanische Elektronikkonzern. Samsung war demnach auch der einzige Anbieter in den Top 5 mit sinkenden Absatzzahlen.

Insgesamt erreichte der Smartphonemarkt in Europa ein Volumen von 50,1 Millionen Einheiten. Das entspricht einem Wachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Von Xiaomi stammten in den Monaten April, Mai und Juni insgesamt 12,7 Millionen Einheiten, 67,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seinen Marktanteil erhöhte das chinesische Unternehmen auf 25,3 Prozent. Die Marktforscher ermittelten vor allem eine hohe Nachfrage nach den Produktreihen Mi und Redmi, die mit ihrem guten Preis/Leistungsverhältnis bei Verbrauchern punkten sollen.

Samsung fand indes nur Käufer für 12 Millionen Smartphones in Europa, 7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Samsung sehe sich vor allem im High-End-Bereich mit der zunehmenden Konkurrenz von Apple und im Low-End-Bereich mit den chinesischen Anbietern konfrontiert, so Strategy Analytics. Das Unternehmen habe es zudem versäumt, von den durch das US-Handelsembargo ausgelösten Problemen von Huawei zu profitieren.

Für Apple ermittelten die Marktforscher indes ein Wachstum von 15,7 Prozent auf 9,6 Millionen Einheiten. Mit Apples Marktanteil von 19,2 Prozent kontrollieren die drei größten Anbieter zusammen mehr als 68 Prozent des europäischen Smartphonemarkts.

Deutlich höhere Zuwachsraten als Xiaomi und Apple erzielten Oppo und Realme mit 180 beziehungsweise 1800 Prozent. Sie verbesserten ihre Marktanteile auf 5,6 respektive 3,8 Prozent. Der gemeinsame Anteil aller anderen Hersteller schrumpfte indes auf 22,2 Prozent – ihre Absatzzahlen um 20,1 Prozent auf 11,1 Millionen Einheiten.

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