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Bericht: Apple erschwert Displayreparatur des iPhone 13 durch Drittanbieter

Apple macht es mit der neuesten iPhone-Generation unabhängigen Reparaturwerkstätten nicht leichter, die Apple-Smartphones zu reparieren. Wie iPhone Repair Guru berichtet, ist das Display des iPhone 13 mit einer technischen “Hürde” versehen, ohne die die biometrische Sicherheitsfunktion Face ID nach einem Tausch des Bildschirms nicht mehr zur Verfügung steht .

Trotz immer besserer Glasabdeckungen gehören das Display zu den empfindlichsten und anfälligsten Komponenten eines Smartphones. Sie sind in der Regel zudem das teuerste Bauteil, wodurch Nutzer gerne im Schadensfall nach preisgünstigen Alternativen suchen, um ihr Gerät reparieren zu lassen.

Laut iPhone Repair Guru tritt beim iPhone 13 jedoch ein Problem auf – selbst, wenn ein original Ersatzteil von Apple verwendet wird. Das Display des iPhone 13 ist offenbar ein Bestandteil des internen Sicherheitssystems, dass die Integrität von Face ID gewährleisten soll. Nicht autorisierte Werkstätten fehlt demnach der Zugang zu einem Arbeitsschritt, mit dem das neue Display des iPhone “zugeordnet” wird.

Bei einem Test tauschte iPhone Repair Guru die Displays von zwei iPhone 13 aus. Nach dem Tausch zeigten die Geräte eine Warnung an, wonach kein Original-Display verbaut sei – obwohl der Bildschirm von einem anderen iPhone 13 stammte.

Die Kosten für einen Displaytausch außerhalb der Garantie, also beispielsweise nach einem Sturz des Geräts, belaufen laut Apple bei einem iPhone 13 Pro Max auf 361,10 Euro. Ein neues Display für iPhone 13 Pro und iPhone 13 berechnet Apple mit 311,10 Euro. Das kleinere Display des iPhone 13 Mini schlägt mit 251,10 Euro zu buche.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Apple den Austausch von iPhone-Displays mit einer zusätzlichen Hürde versieht. 2018 legte ein Update für iOS 11 sogar nachträglich einige ausgetauschte Displays bei iPhones 8 lahm, wie AppleInsider anmerkt.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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