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Apple stellt Produktverkäufe in Russland ein

Apple hat angekündigt, bis auf weiteres seine Produkte nicht in Russland anzubieten. Das Unternehmen reagiert damit nach eigenen Angaben auf den Einmarsch Russlands in sein Nachbarland Ukraine.

Ein Apple-Sprecher verwies zudem auf weitere Maßnahmen des iPhone-Herstellers. “Wir haben als Reaktion auf die Invasion eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Wir haben alle Produktverkäufe in Russland gestoppt. Letzte Woche haben wir alle Exporte in unseren Vertriebskanal in dem Land gestoppt. Apple Pay und andere Dienste sind eingeschränkt worden. RT News und Sputnik News stehen außerhalb Russlands nicht mehr zum Download im App Store zur Verfügung. Und wir haben sowohl den Verkehr als auch Live-Ereignisse in Apple Maps in der Ukraine als Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahme für ukrainische Bürger deaktiviert”, sagte der Sprecher gegenüber ZDNet.com.

Zudem drückte er seine Sorge über die russische Invasion aus. “Wir stehen an der Seite all der Menschen, die unter der Gewalt leiden. Wir unterstützen die humanitären Bemühungen, leisten Hilfe für die sich entwickelnde Flüchtlingskrise und tun alles, was wir können, um unsere Teams in der Region zu unterstützen. Wir werden die Situation weiter beobachten und stehen in Kontakt mit den zuständigen Regierungen, um unsere Maßnahmen zu besprechen. Wir schließen uns all jenen an, die in der ganzen Welt zum Frieden aufrufen.”

Zuerst hatte Mykhailo Fedorov, Vizepremierminister der Ukraine, Apples Reaktion auf Telegram öffentlich gemacht. Dort meldete er, Apple habe den Verkauf seiner Produkte im offiziellen Online-Store in Russland eingestellt.

Mykhailo regte zudem eine Solidaritätsaktion über Apple Music und Spotify an. “Um die Wahrheit über die Situation in der Ukraine zu zeigen, bitten wir um die Erlaubnis, dieses Bild (oder ein ähnliches) anstelle von Albumcovern ukrainischer Musiker und Künstler zu verwenden.” Das fragliche Bild zeigt ein ukrainischen Text vor einem blauen und gelben Hintergrund. “Darüber hinaus bitten wir Sie, die Apple-Music-Konten russischer Künstler zu sperren, die den Krieg und Putins aggressives Vorgehen unterstützen, wie Nikolai Baskov, Leonid Agutin, Prokhor Shalyapin und andere. Wir wollen Frieden, einen klaren Himmel und Freiheit. Wir wollen keinen Krieg.”

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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