Oracle meldet Gewinnrückgang im vierten Fiskalquartal

Oracle hat die Bilanz für das vierte Fiskalquartal vorgelegt. Der Nettogewinn des Unternehmens schrumpfte um 21 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz verbesserte sich indes um 5 Prozent auf 11,84 Milliarden Dollar.

Anleger nahmen die Kennzahlen indes sehr positiv auf. Im nachbörslichen Handel kletterte der Kurs der Oracle-Aktie um 14,96 Prozent oder 9,58 Dollar auf 73,63 Dollar. Allerdings liegt der Preis des Papiers damit immer noch deutlich unter dem aktuellen 52-Wochen-Hoch von 106,34 Dollar, während der gestrige offizielle Schlusskurs von 64,05 Dollar nur knapp über dem aktuellen 52-Wochen-Tief von 63,76 Dollar notierte.

Die Sparte Cloud Services and License Support nahm 7,6 Milliarden Dollar ein, 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Cloud-Lizenzen und On-Premise-Lizenzen spülten weitere 2,5 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent) in die Kasse. Der Umsatz der Hardware-Sparte schrumpfte indes um 3 Prozent auf 856 Millionen Dollar. Die Services-Sparte verbesserte sich hingegen um 5 Prozent auf 833 Millionen Dollar.

Oracles Gewinn schrumpft auch im Geschäftsjahr 2022

Das Geschäftsjahr 2022 schloss Oracle mit einem Umsatzplus von 5 Prozent ab. Mit den Einnahmen von 42,44 Milliarden Dollar generierte das Unternehmen einen Nettoüberschuss von 6,7 Milliarden Dollar – im Vorjahr waren es noch 13,7 Milliarden Dollar.

„Auch in diesem Quartal konnten wir unsere Umsatzergebnisse weiter verbessern”, sagte Oracle CEO Safra Catz. “Diese konstanten Steigerungen unserer vierteljährlichen Wachstumsrate wird in der Regel von unseren marktführenden Cloud-Anwendungen Fusion und NetSuite Anwendungen angetrieben. Aber in diesem 4. Quartal haben wir auch einen starken Anstieg der Nachfrage in unserem Infrastruktur Cloud-Geschäft erlebt, das währungsbereinigt um 39 Prozent wuchs. Wir glauben, dass dieser Umsatzanstieg zeigt, dass unser Infrastrukturgeschäft nun in eine Phase des Hyperwachstums eingetreten ist. Zusammen mit der hohen Wachstumsrate in unserem Cloud-Infrastrukturgeschäft und dem neu erworbenen Cerner-Anwendungsgeschäft ist Oracle in der Lage, in den nächsten Quartalen ein herausragendes Umsatzwachstum zu erzielen.”

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

Recent Posts

Braucht der Mittelstand eine Sovereign Cloud?

"In der Regel nicht", sagt Oliver Queck von Skaylink im Interview.

5 Tagen ago

Lockbit wirklich endgültig zerschlagen?

Trotz des großen Erfolgs der Operation "Cronos" warnen Security-Experten vor zu frühen Feiern.

6 Tagen ago

Umfrage: In diesen Branchen soll KI den Personalmangel lindern

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für mehr KI in der Industrie und im Transportwesen…

6 Tagen ago

Kaspersky: Jeder Fünfte von digitalem Stalking betroffen

42% der Nutzer:innen berichten von Gewalt oder Missbrauch durch eigenen Partner. 17% wurden bereits ohne…

6 Tagen ago

Handwerker-Recruiting 2.0

Warum ChatGPT bei der Mitarbeitergewinnung den Unterschied machen kann, verrät Julian Jehn von Jehn &…

7 Tagen ago

NIS 2: “Zeitlich wird es knackig”

Es stellt sich nicht die Frage, ob Unternehmen NIS 2 noch schaffen, sondern eher wie,…

7 Tagen ago