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Markt für Wearables schrumpft 6,9 Prozent im zweiten Quartal

Der Markt für Wearables hat im zweiten Quartal ein Volumen von 107,4 Millionen Einheiten erreicht. Laut IDC schrumpften die Absatzzahlen damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent. Die schwache Nachfrage begründen die Marktforscher mit der steigenden Inflation, den Ängsten vor einer Rezession sowie dem überdurchschnittlichen Wachstum des Wearable-Markts in den vergangenen zwei Jahren.

Für das laufende Jahr 2022 rechnet IDC mit rund 535,5 Millionen verkauften Wearables. Damit würde der Markt in diesem Jahr das Niveau des Vorjahres halten. Zu einem Wachstum soll der Markt indes im kommenden Jahr zurückkehren. Vor allem soll die Nachfrage nach Smartwatches und Hearables durch neue Käufer in aufstrebenden Märkten und Ersatzkäufe in etablierten Märkten angekurbelt werden.

“Obwohl der Markt für Wearables im zweiten Quartal rückläufig war und in diesem Jahr höchstwahrscheinlich stagnieren wird, ist er noch lange nicht am Ende”, erklärte Ramon T. Llamas, Research Director für Mobile Devices und AR/VR bei IDC. “Da der Markt für Wearables langsam zur Reife gelangt, wird er schließlich die Ebbe und Flut zwischen den rekordverdächtigen Volumina, die wir während der Pandemie gesehen haben, und dem, was wir heute sehen, wiederholen. Aber insgesamt geht der Trend weiter nach oben, nur langsamer, da die Verbraucher nach Ersatz suchen und die Zahl der neuen Nutzer zu sinken beginnt.”

Apple war in den Monaten April, Mai und Juni erneut der führende Anbieter mit einem Marktanteil von 25 Prozent (minus 3 Punkte). Samsung, Xiaomi und Huawei verteidigten ihre Plätze, mussten aber wie Apple rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen. Der Anteil der Kategorie “Andere” erhöhte sich indes um 6 Punkte auf 43 Prozent. Laut IDC waren kleinere Marken vor allem mit günstigen Wearables erfolgreich.

“Es ist bedauerlich, dass Unternehmen wie Apple, Samsung und Google in einer Zeit, in der der Appetit auf hochpreisige Produkte fraglich ist, weitere Premium-Smartwatches auf den Markt bringen”, sagte Jitesh Ubrani, Research Manager für IDC Mobility and Consumer Device Trackers. “Und obwohl die Preise einiger neuer Produkte im Vergleich zur vorherigen Generation gleich bleiben, erschwert der starke US-Dollar den Kauf in lokalen Währungen auf der ganzen Welt.”

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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