Microsoft klopft Strategie bis 2014 fest

Microsofts Prioritätenlisten für 2014. Quelle: ZDNet.com

Die wichtigsten Punkte, die Microsoft auf der World Wide Partner Conference (WPC) in Houston lassen jedoch noch keine Schlüsse auf die angeblich geplante umfassende Umstrukturierung des Unternehmens zu.

Für Microsoft ist die World Wide Partner Conference (WPC) ein wichtiges Event. So hängt der Erfolg von Produkten nicht selten von den Partnerunternehmen ab, die die Produkte und Lösungen schließlich an den Mann bringen müssen.

Laut einer Prioritätenliste in der Chief Operating Officer Kevin Turner in seiner Keynote noch weiter eingehen werde, ist es Microsoft wichtigstes Ziel, mehr Kunden von Windows 8, Tablets und Apps zu überzeugen. “Jedes Mal gegen Google gewinnen” soll Office 365.

Dafür hat Microsoft auf der WPC auch neue BI-Funktionen für die Cloud-Lösung Office 365 vorgestellt. Power BI for Office 365 nennt Microsoft die Preview auf den Service. Damit bringe Microsoft einige BI-Funktionalitäten aus dem eigenen Portfolio in die Cloud. Das Produkt zielt auf den Endanwender, der im Arbeitsalltag auf der Lösung nach einem Problem ist. Über SharePoint kann der Nutzer auf einen Katalog von Datenquellen und Analysetools zugreifen und diese mit Excel auswerten. Dabei können die Datenquellen interne Datenbestände oder auch Web-Services wie zum Beispiel Wikipedia sein.

Daneben will Microsoft über neue kollaborative Angebote und soziale Dienste wie Yammer, SharePoint, Lync und Skype auch im Unternehmensumfeld die neuen Technologien propagieren.

Die “Consumerization” der IT soll als Verkaufschance ebenso genutzt werden wie die sich zu Ende neigende Windows-XP-Ära, so Microsoft an die Adresse der Partner. Mit Hyper-V, System Center und Azure will der Softwarekonzern gegen VMware und AWS antreten. Vorrang will Microsoft weiterhin SQL Server sowie den eigenen CRM- und ERP-Lösungen einräumen.

Die Microsoft-Manager führten außerdem Statistiken an, um die Partner für Verkaufsaktivitäten zu motivieren. Über 10 Millionen PCs sind demnach von der anstehenden Ausmusterung von Windows XP betroffen, wenn der Support für das dann fast 13 Jahre alte Betriebssystem definitiv ausläuft und auch keine Sicherheitsupdates mehr veröffentlicht werden. 89 Prozent der Anwender würden außerdem noch immer keine Microsoft-Cloud-Dienste verwenden. Auch hier sehen die Microsoft-Manager Umsatzchancen durch Office 365, Windows Azure, Windows Intune sowie Windows CRM.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Redaktion

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