SAP integriert Fieldglass und SuccessFactors

SAP SE hat neue Funktionen für die Verwaltung von fest angestellten Mitarbeitern und Freelancern vorgestellt. Dafür hat SAP das Human Capital Management von SuccessFactors und das Vendor Management System von Fieldglass miteinander kombiniert. Durch diese Integration können Silos zwischen HR und Procurement abgebaut werden, verspricht SAP auf der SuccessConnect Europe, die vom 9. bis 11. November in Rom stattfindet.

So könnten jetzt Human Ressource Mitarbeiter auch externe Kräfte auswählen und in den HR-Prozess integrieren. Zudem können Anwender Daten aus der Fieldglass-Anwendung in die Cloud-basierte SAP SuccessFactors Employee Central Lösung hochladen. Damit werden auch externe Mitarbeiter für jeden Verantwortlichen in einem Unternehmen sichtbar. Anwender können dann in der Suche und auch in Organigrammen externe Mitarbeiter erfassen.

Eine weitere Integration zwischen diesen Produkten erlaubt dass HR-Manager über SuccessFactor Workforce Analytics mehr Transparenz über die Talente und Fähigkeiten der Externen bekommen.

Fieldglass wächst mit klassischem HCM zusammen. (Bild: SAP)

Somit können Unternehmen das Engagement maximieren, können Produktivität und Zusammenarbeit über sämtliche Fachkräfte ausführen und damit auch unter den freiberuflichen Mitarbeitern auswählen. Durch die Gesamtsicht auf die Workforce sollen sich auch Risiken minimieren und Projekte besser planen lassen, verspricht SAP.

Immer häufiger greifen Unternehmen für bestimmte Aufgaben oder längerfristige Projekte auf freie Mitarbeiter zurück. Eine von SAP finanzierte Studie von Oxford Economics zeigt, dass innerhalb der nächsten drei Jahre 83 Prozent der HR-Manager mehr frei Mitarbeiter einstellen wollen. Unternehmen bekommen dadurch zwar mehr Flexibilität bei Mitarbeitern, jedoch ergeben sich dadurch neue Herausforderungen beim Management der unterschiedlichen Beschäftigungsformen.

“Bei SuccessFactors glauben wir, dass Erfolg immer auf Menschen beruht”, so Mike Ettling, President bei SuccessFactors. “Der Einsatz von vorübergehend Beschäftigten ist nicht dem traditionellen Pfad gefolgt: In dem die weltweite Wirtschaft wieder Fuß fasst, steigt der Einsatz anstatt wieder zurückzugehen. Eine einheitliche Sicht auf alle Mitarbeiter zu haben, bedeutet für die Unternehmen einen großen Vorteil, indem sie immer wissen, wo ihre wichtigsten Talente sind. Außerdem sind sie so in der Lage, über Abteilungen hinweg, Menschen zu verbinden.”

“Heute ist die Workforce mehr denn je gemischt. Fast 35 Prozent der globalen Mitarbeiter besteht aus nichtangestellten Kräften und wir erwarten, dass dieser Wert in den nächsten Jahren weiter steigen wird”, kommentiert Christopher J. Dwyer, Research Direcrtor bei dem Research-Unternehmen Ardent Partners. Daher sei es auch für Unternehmen wichtig, ein umfassendes Workforce-Management einzuführen und sämtliche Vorgänge in einem zentralisierten System abzubilden.

Erst vor wenigen Wochen hatte SAP Smarte Services für das HCM von SuccessFactors vorgestellt, über das beispielsweise Auswahlprozesse in größeren Unternehmen automatisiert werden können.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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