File Manager aus Windows NT 4 wird Open Source

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Microsoft mach den File Manager aus dem Jahr 1990 Open Source. Durch die Offenlegung kann man jetzt den Code kompilieren und auf Windows 10 lauffähig machen. Microsoft hatte mit dem File Manager die Dateiverwaltung von MS-DOS abgelöst und die Dateiverwaltung in eine grafische Oberfläche gepackt. Laut Wittenberg wurde der Code aus der Version für WinFile

Microsoft mach den File Manager aus dem Jahr 1990 Open Source. Durch die Offenlegung kann man jetzt den Code kompilieren und auf Windows 10 lauffähig machen. Microsoft hatte mit dem File Manager die Dateiverwaltung von MS-DOS abgelöst und die Dateiverwaltung in eine grafische Oberfläche gepackt.

Der Microsoft File Manager aus Windows NT 4 aus dem Jahr 2007 läuft in einer Open-Source-Version jetzt auf Windows 10 und anderen neueren Versionen. (Bild: Wikimedia)
Der Microsoft File Manager aus Windows NT 4 aus dem Jahr 2007 läuft in einer Open-Source-Version jetzt auf Windows 10 und anderen neueren Versionen. (Bild: Wikimedia)

Laut Wittenberg wurde der Code aus der Version für WinFile aus Windows NT4 entnommen und mit Änderungen versehen, so dass das Programm auf neueren Windows-Rechnern korrekt funktioniert und auch mit Visual Studio kompilierbar ist. Der Source-Code, der über GitHub verfügbar ist, stammt damit aus dem Jahr 2007. 

In dem Tag mit dem Namen original_plus hat er laut eigenen Angaben Visual Studio konvertiert, so dass der Datei-Manager die Versionen 2015 und 2017 unterstützt und Support für 64-bit-Windows ermöglicht. Einige Header-Files wurden verschoben und einige ungenutzte Dateien habe Wittenberg gelöscht. Darüber hinaus wurden die internen Shell-APIs in Public API umgewandelt. Diese internen APIs seien auch der Hauptgrund gewesen, warum die alte Version nicht auf den neueren Windows-Versionen lauffähig war, wie der Wittenberg erklärt.

Der Entwickler bietet den Code in zwei Versionen an. Neben der oben genannten Version gibt es eine weitere mit den persönlichen Änderungen und Erweiterungen von Wittenberg.

„Ich werde Bug-Fixes und Vorschläge für kleinere Änderungen am Master-Branch erwägen. Sie sind eingeladen, Pull-Requests zu erstellen oder Fehler zu melden“, so der Entwickler. Die eigentliche Quelle wolle er jedoch nicht ändern und er werde auch keine weiteren Branches erstellen.

Mit diesem Schritt zeigt der Entwickler, wie weit Windows abwärtskompatibel ist. Daneben ist es aber vor allem ein Rückblick auf die Art und Weise, wie vor 20 Jahren Rechner aussahen. Der Code wurde unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Wittenberg arbeite seit 2007 an dem Projekt, wie aus der Readme-Datei hervorgeht.

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