Microsoft vereinfacht Offline-Nutzung von Microsoft-365-Apps

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Microsoft 365 (Bild: Microsoft)

Eine neue Ausnahmeregelung schafft mehr Flexibilität bei der Lizenzprüfung. Sie erfolgt auf Wunsch nun erst nach 180 statt 30 Tagen. Zudem bietet Microsoft für bestimmte Branchen gerätebasierende Microsoft-365-Lizenzen an.

Microsoft hat Neuerungen für seine Microsoft-365-Apps angekündigt. Sie sollen es Mitarbeitern leichter machen, ohne aktive Internetverbindung über längere Zeiträume mit den Produktivitätsanwendungen zu arbeiten. Zudem bietet das Unternehmen eine neue Lizenzoption für den Fall an, dass Geräte von mehreren Mitarbeitern genutzt werden.

Generell verlangt Microsoft, dass sich Geräte mit Microsoft-365-Anwendungen einmal im Monat mit dem Internet verbinden. Bei der Gelegenheit sollen nicht nur benötigte Updates installiert werden, es wird auch die Gültigkeit der Lizenz geprüft. Kann der Lizenz-Token aufgrund einer fehlenden Internetverbindung nach 30 Tagen nicht erneuert werden, stehen die Anwendungen nur noch mit eingeschränkten Funktionsumfang zur Verfügung.

Für Nutzer, die sich längere Zeit an entfernten Orten ohne direkten Internetzugang aufhalten, ist der neue Extended Offline Access gedacht. “Wir sind uns bewusst, dass in Branchen wie Behörden, der Öl- und Gasindustrie, dem verarbeitenden Gewerbe, der Landwirtschaft und der wissenschaftlichen Forschung einige Mitarbeiter in sicheren oder abgelegenen Umgebungen arbeiten, in denen sie über längere Zeiträume nur über eine begrenzte oder gar keine Internetverbindung verfügen”, schreibt Microsoft in einem Blogeintrag.

An der 30-Tage-Regel halte man zwar weiterhin fest, allerdings sei es nun möglich, als Ausnahme die Aktivierung von Microsoft-365-Apps für bis zu 180 Tage ohne Internetverbindung zu erhalten. “Mitarbeiter in sicheren oder entfernten Umgebungen, die für längere Zeit offline sind, können weiterhin Microsoft 365 Apps nutzen, um bei der Arbeit produktiv zu bleiben, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie nach 30 Tagen von den Tools abgeschnitten werden, die sie am meisten benötigen”, so Microsoft weiter.

Der Extended Offline Access lässt sich per Gruppenrichtlinie aktivieren, sobald ein Nutzer die Microsoft-365-Apps auf seinem Gerät installiert.

Seine Lizenzanforderungen hat Microsoft noch in einem weiteren Punkt den Bedürfnissen seiner Kunden angepasst. Für Branchen wie Gesundheitswesen, Handel und Gastronomie, in denen Geräte häufig von mehreren Mitarbeitern genutzt werden, bietet der Softwarekonzern nun auch gerätebasierte Abonnements an.

“Da die Lizenz dem Gerät zugewiesen ist, müssen die Mitarbeiter keine eigene Azure Active Directory-Identität haben. Die Mitarbeiter können sich so oft wie nötig auf dem Gerät anmelden und auf alle Microsoft-365-Apps zugreifen, einschließlich Excel, OneNote, Outlook, PowerPoint, Publisher und Word”, ergänzte Microsoft. Kunden müssten lediglich die benötigte Zahl an Microsoft-365-Lizenzen erwerben und sie im Microsoft 365 Admin Center einer Gerätegruppe zuordnen.

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