HP und Dell profitieren vom Home-Office-Boom

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Beide Unternehmen steigern ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Gewinne der PC-Hersteller wachsen zudem deutlich schneller als die Einnahmen. Dell spricht sogar von Rekordumsätzen bei Commercial- und Consumer-PCs.

HP und Dell haben aktuelle Finanzzahlen vorgelegt. Beide Unternehmen meldeten zum Teil sehr deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn und übertrafen damit jeweils die Erwartungen von Analysten. Auslöser waren jeweils die Sparten für Client-PC-Systeme, die wiederum von einer erhöhten Nachfrage nach Home-Office-Arbeitsplätzen profitierten.

Dell erwirtschaftete in seinem vierten Fiskalquartal 2021 (bis 29. Januar) einen Umsatz von 26,1 Milliarden Dollar (plus 9 Prozent). Der Nettogewinn kletterte sogar um 223 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Abzüglich einmaliger Belastungen blieben Dell sogar 2,70 Dollar je Aktie. Die Prognose lag indes bei 2,14 Dollar je Anteilsschein Gewinn und Einnahmen von 24,49 Milliarden Dollar.

Die Client Solutions Group steuerte 13,8 Milliarden Dollar zum Gesamtergebnis bei (plus 17 Prozent). Ihr operativer Gewinn verbesserte sich zum 67 Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar. Die Segmente Commercial PCs und Consumer PCs meldeten jeweils Rekordumsätze. Zudem stärkten die hohen Verkaufszahlen die Profitabilität. Jeff Clarke, Chief Operating Office von Dell, erwartet zudem ein weiteres Wachstum der IT-Ausgaben in diesem Jahr im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Etwas schwächer entwickelte sich Dells Infrastructure Solutions Group. Ihr Umsatz stagnierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 8,8 Milliarden Dollar – die Vorquartale hatten allerdings jeweils Dell ein Umsatzminus beschert. Zudem erhöhte sich erstmals im Fiskaljahr 2021 der operative Gewinn des Geschäftsbereichs, und zwar um 7 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar.

HPs Bilanz für das vierte Geschäftsquartal (ebenfalls bis 29. Januar 2021) weist einen Umsatz von 15,6 Milliarden Dollar (plus 7 Prozent) aus. Der Nettogewinn legte um 58 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar oder 0,92 Dollar je Aktie zu. Die Wall Street hatte 0,66 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 15 Milliarden Dollar vorgegeben.

Der Umsatz der Personal Systems Group wuchs ebenfalls um 7 Prozent. 10,6 Milliarden Dollar ermöglichten HP eine operative Marge von 7,1 Prozent. Die Absatzzahlen gingen um 15 Prozent in die Höhe, wobei sich Notebooks um 33 Prozent verbesserten. Die Verkäufe von Desktop-PCs brachen indes um 23 Prozent ein. Auch die Druckersparte spürte die positiven Folgen des Home-Office-Booms und verkaufte 16 Prozent mehr Geräte als im Vorjahrjahreszeitraum, was für ein Umsatzplus von 7 Prozent auf 5 Milliarden Dollar reichte.

Die Aktien beider Unternehmen profitierten jedoch wenig von den guten Quartalszahlen. Im nachbörslichen Handel stieg der Preis der HP-Aktie lediglich um 0,01 Dollar auf 28,20 Dollar. Die Anteilsscheine von Dell verteuerten sich nach Börsenschluss um 1,32 Dollar oder 1,66 Prozent auf 81 Dollar. Allerdings werden beide Papiere derzeit schon in der Nähe ihrer 52-Wochen-Hochs von 30 Dollar beziehungsweise 81,98 Dollar gehandelt.

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