Neues Test-Build für Windows 10 erweitert WSL um Linux-GUI-Apps

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Windows 10 (Bild: ZDNet.de)

Linux-Apps lassen sich nun mit einer grafischen Oberfläche starten. Sie haben auch Zugriff auf Hardware wie Audio und 3D-Grafikbeschleunigung. Weitere Neuerungen stehen für den Task Manager zur Verfügung.

Microsoft hat das Build 21364 für Windows 10 im Developer Channel des Windows Insider Program veröffentlicht. Es bringt eine wichtige Neuerung für das Windows Subsystem for Linux (WSL), nämlich die Unterstützung für Linux-Apps mit einer grafischen Bedienoberfläche (Graphical User Interface, GUI).

Die WSLg genannte Funktion erlaubt es, Editoren und anderer Entwicklerwerkzeuge nicht nur von der Befehlszeile aus, sondern mit einer grafischen Bedienoberfläche zu starten – also so, als würden sie direkt unter Linux ausgeführt. Unter anderem können die Linux-Entwicklungsumgebungen gedit, gvim und JetBrains basierte Editoren eingesetzt werden.

In einem Video zeigt Microsoft-Mitarbeiter Craig Loewen, dass sich per WSLg auch Apps ausführen lassen, um sie in einer Linux-Umgebung zu testen. Als Beispiel zeigt er die Linux-Version des Microsoft-Browsers Edge, die Dank WSLg unter Windows 10 nutzbar ist.

Bereits in der Vorschauversion hat WSLg Zugriff auf alle Audiofunktionen. Loewen demonstriert dies mit einer Linux-Version der Audiosoftware Audacity, mit der Musik und Sprache aufzeichnet und anschließend wiedergibt. Darüber hinaus sollen GUI-Apps in der Linux-Umgebung auch eine 3D-Hardwarebeschleunigung unterstützen.

Neu ist außerdem, dass der Task Manager von Windows 10 detailliert über den Ressourcenverbrauch von Edge informiert, bezogen auf einzelne Tabs sowie unterschiedliche Prozesse. Dafür wird jedoch ein aktuelles Canary- oder Developer-Build von Edge benötigt.

Ebenfalls schrittweise wird eine neue Funktion des Task-Managers namens Eco Mode ausgerollt. Damit lassen sich laut Microsoft die Ressourcen einzelner Prozesse beschränken, um anderen Apps eine höhere Priorität einzuräumen.

Wie immer beseitigten die Entwickler auch zahlreiche Fehler. Eine vollständige Liste findet sich in Microsofts Blogeintrag zum Build 21364.

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