Samsung stellt erstmals DRAM-Module mit CXL-Interface vor

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CXL-DDR5-Modul (Bild: Samsung)

Sie basieren auf PCIe 5.0. Das neue Interface erlaubt höhere Speicherkapazitäten bei geringeren Speicherlatenzen. Einsatzgebiete sind Arbeitslasten wie Artificial Intelligence und High Performance Computing.

Samsung hat nach eigenen Angaben erstmals ein DRAM-Modul entwickelt, das auf dem Compute Express Link (CXL) Interface aufbaut. Es verwendet DDR5-Speicherchips und liegt im EDSFF-Formfaktor vor. Die neuen Speicherbausteine sollen deutlich höhere Speicherkapazitäten und Speicherbandbreiten für Server ermöglichen.

Im Gegensatz zu konventionellem DDR-basiertem Speicher, der über begrenzte Speicherkanäle verfügt, kann Samsungs CXL-fähiges DDR5-Modul die Speicherkapazität bis in den Terabyte-Bereich skalieren. Außerdem soll die durch das Speicher-Caching verursachte Systemlatenz drastisch reduziert werden.

CXL basiert laut Samsung auf dem PCI-Express-5.0-Interface und erlaubt eine schnelle Kommunikation zwischen Host-Prozessor und Geräten wie Beschleunigern, Speicher-Puffern und smarten I/O-Geräten mit einer sehr geringen Latenz. Entwickelt wurde die Technik unter Leitung des 2019 gegründeten CXL Consortium und in Zusammenarbeit mit mehreren Rechenzentren und Server- und Chipset-Anbietern. Sie soll vor allem AI- und HPC-Arbeitslasten in Rechenzentren beschleunigen.

“Dies ist die branchenweit erste DRAM-basierte Speicherlösung, die auf der CXL-Schnittstelle läuft, die eine entscheidende Rolle bei datenintensiven Anwendungen einschließlich AI und maschinellem Lernen in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen spielen wird”, sagte Cheolmin Park, Vice President des Memory Product Planning Teams bei Samsung. “Samsung wird weiterhin die Messlatte mit Speicherschnittstellen-Innovationen und Kapazitätsskalierung höher legen, um unseren Kunden und der gesamten Branche zu helfen, die Anforderungen größerer, komplexerer Echtzeit-Workloads besser zu bewältigen, die für AI und die Rechenzentren von morgen entscheidend sind.”

Neben dem CXL-Interface verfügen die neuen Module auch über neue Controller- und Software-Technologien wie Memory Mapping, Interface Converting und Fehlermanagement. Sie erlauben es, CPUs und GPUs den CXL-basierten Speicher zu erkennen und als Arbeitsspeicher einzusetzen. Geprüft wurden die Module bereits auf einer kommenden Server-Plattform von Intel.

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