iPhone-Umsatz steigt 2022 wahrscheinlich auf 200 Milliarden Dollar

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iPhone X (Bild: Apple)

Apple profitiert von einem stetig steigenden Durchschnittspreis. Marktforscher machen dafür das gut gepflegte Hardware- und Software-Ökosystem des iPhone-Herstellers verantwortlich. Eine ähnlich starke Markentreue entwickelt im Android-Segment lediglich Samsung.

Das Marktforschungsunternehmen Juniper Research geht davon aus, dass Apple gemessen am Umsatz im kommenden Jahr seinen Anteil am weltweiten Smartphonemarkt auf fast 40 Prozent steigern wird. Insgesamt sollen 2022 iPhones im Wert von mehr als 200 Milliarden Dollar einen Käufer finden. Bezogen auf die ausgelieferten Stückzahlen soll Apples Marktanteil jedoch weiterhin bei unter 20 Prozent liegen.

Insgesamt gehen die Marktforscher davon aus, dass sich die Abstände zwischen Smartphone-Neuanschaffungen weiter verlängern werden. Apple sei es jedoch durch eine konsequente Pflege seines Hardware- und Software-Ökosystems gelungen, Kunden von den Vorteilen höherpreisiger Smartphones zu überzeugen. Andere Anbieter hätten dazu weniger Gelegenheiten als Apple.

Als Folge soll Apple den Durchschnittspreis seiner iPhones auch in den kommenden Jahren steigern. Der Durchschnittspreis von Android-Smartphones soll indes sinken – Ausnahmen bilden lauten Juniper Research lediglich Geräte, die für neue Technologien wie 5G stehen oder neue Designfunktionen bieten wie faltbare Smartphones.

Technische Fortschritte in anderen Bereichen wie High-End-Audio oder neuen Kameratechnologien sollen indes künftig nicht ausreichend sein, um konkurrenzfähig zu sein. “Die Diversifizierung der Funktionen allein reicht nicht aus, um auf dem überfüllten Smartphonemarkt dauerhaft erfolgreich zu sein”, erklärte Nick Hunt, Mitautor der Studie. “Apple und Samsung haben es geschafft, Markentreue zu fördern, womit kleinere Anbieter zu kämpfen haben, obwohl viele neue Funktionen eingeführt haben. Diese Anbieter müssen starke Funktionen mit einem starken Branding kombinieren, um dauerhaft erfolgreich zu sein.”

Darüber hinaus geht Juniper Research davon aus, dass etablierte Marken nicht in der Lage sein werden, dauerhaft von den Handelsbeschränkungen der USA gegen Huawei zu profitieren. Stattdessen soll die erzwungene Schwächung von Huawei anderen chinesischen Marken zum Vorteil gereichen. So soll der Hersteller BBK, der hinter den Marken Oppo, Vivo, Realme, Iqoo und OnePlus steckt, im kommenden Jahr mehr als 200 Millionen Smartphones ausliefern. Damit würde das Unternehmen zum drittgrößten Anbieter aufsteigen. Huaweis Markanteil soll indes auf 9 Prozent schrumpfen.

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