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IDC meldet bisher stärksten Rückgang der Smartphone-Verkäufe

Der weltweite Smartphonemarkt ist im vierten Quartal um 18,3 Prozent eingebrochen. Den Marktforscher von IDC zufolge war es der bisher stärkste Rückgang der Absatzzahlen in der Geschichte des Smartphonemarkts. Insgesamt lieferten Hersteller lediglich 300,3 Millionen Einheiten aus.

Das schlechte Ergebnis des vierten Quartals wirkt sich auch auf die Jahresbilanz aus. 1,21 Milliarden verkaufte Smartphones im Jahr 2022 entsprechen nicht nur einem Rückgang von 11,3 Prozent, sondern auch der niedrigsten jährlichen Liefermenge seit 2013. Zudem stellen die Marktforscher durch das schwache Ergebnis ihre aktuelle Wachstumsprognose von 2,8 Prozent für das Jahr 2023 in Frage.

Apple dominiert den Markt im vierten Quartal

“Wir haben noch nie erlebt, dass die Auslieferungen im Weihnachtsquartal niedriger waren als im Vorquartal. Die schwache Nachfrage und die hohen Lagerbestände veranlassten die Hersteller jedoch zu drastischen Lieferkürzungen”, so Nabila Popal, Research Director bei IDC. “Selbst Apple, das bisher scheinbar immun war, erlitt einen Rückschlag in seiner Lieferkette mit unvorhergesehenen Schließungen in seinen wichtigsten Fabriken in China. Was uns dieses Weihnachtsquartal zeigt, ist, dass die steigende Inflation und die zunehmenden makroökonomischen Bedenken die Verbraucherausgaben noch stärker als erwartet bremsen und eine mögliche Erholung bis Ende 2023 hinausschieben.”

Apple lieferte im vierten Quartal mehr Smartphones aus als Samsung. Der iPhone-Hersteller baute zudem seinen Marktanteil um einen Punkt auf 24,1 Prozent aus – Samsung verbesserte sich um 0,6 Punkte auf 19,4 Prozent. Für Xiaomi ermittelten die Marktforscher einen Rückgang der Absatzzahlen von 26,3 Prozent. Trotzdem verteidigte das chinesische Unternehmen seinen dritten Platz gegen die Mitbewerber Oppo und Vivo.

Bezogen auf das Jahr 2022 lieferte Samsung mit 260,9 Millionen Einheiten (minus 4,1 Prozent) mehr Smartphones aus als Apple (226,4 Millionen Einheiten, minus 4 Prozent). Die Verkäufe der drei chinesischen Anbieter in den Top 5 brachen um jeweils rund 20 Prozent ein.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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