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Linux-Labor tüftelt an Hochverfügbarkeit und Sicherheit

Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung versuchen die großen Telco-Ausrüster und das amerikanische Open Source Development Lab, den Einsatz von Linux auf Großrechnern der Telekommunikations-Unternehmen zu forcieren. Die zweite Auflage der Spezifikationen für das ‘Carrier Grade Linux’ (CGL) legen besonderen Wert auf Stabilität der Systeme und deren Sicherheit. Neben Alcatel, Cisco und Ericsson haben auch NEC und Nokia zu dem Katalog von Anforderungen und Empfehlungen beigetragen. Linux-Anbieter können daran festmachen, wie geeignet ihre Konfiguration gerade für die anspruchsvollen Telcos ist.
Wegen der hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit und wegen der großen Datenmengen, die bei Sprachtelefonieanbietern, im Festnetz genauso wie im Mobilfunk, waren diese Kunden bisher auf Unix-Server gepolt. Die Ausrüster sind nun aber der Meinung, dass ein Umstieg auf Unix-Plattformen Sinn mache.

Den Beteiligten ist zum Beispiel besonders wichtig, dass jeder Zugang zu den Systemen durch die Ablehnung zu einfacher Passwörter besser abgesichert wird. Außerdem sollen jedem Prozess nur bestimmte Ressourcen zugewiesen werden, was einen Missbrauch durch Hacker oder Würmer verringern könnte. Schließlich spielt die Verschlüsselung von Datenaustausch eine große Rolle sowie die Überprüfung von Dateien auf mögliche Manipulation. Gerade im Bereich Billing sind Telcos besonders sensibel, was die Integrität ihrer Daten angeht.

CGL werde Linux aber auch insgesamt nachhaltig beeinflussen und verbessern, meinen Analysten. So würden damit bessere Vorkehrungen getroffen, Linux als OS für Cluster auszulegen und auch laufende Prozesse innerhalb eines Clusters auf Reserve-Maschinen auszulagern, sollte einer der Server versagen.

Sowohl Redhat, die auch Mitglied des OSDL sind, als auch der deutsche Linux-Anbieter Suse haben zugesagt, CGL in den kommenden Server-Editionen einzubauen. Suse will die Spezifikationen beispielsweise schon mit seinem Enterprise Server 9 anbieten, der im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll.

Silicon-Redaktion

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