Flüssigkristalle ernten den Zukunftspreis

Die Gewinner des Deutschen Zukunftspreises stehen fest: Für das  Projekt ‘Leichter, heller, schneller: Flüssigkristalle für Fernsehbildschirme’ von den Forschern Dr. Kazuaki Tarumi, Dr. Melanie Klasen-Memmer und Dr. Matthias Bremer überreichte Bundespräsident Johannes Rau den mit 250.000 Euro dotierten Preis. Die Forscher sind für das Darmstädter Unternehmen Merck tätig, das etwa 90 Prozent des weltweiten Bedarfs an Flüssigkristallen herstellt.
Ein Fernsehbild verlangt im Gegensatz zum Computermonitor besondere Qualitäten: Das Bild muss nicht nur sehr hell und kontrastreich sein, sondern auch schnell. Auch rasche Bewegungen müssen natürlich wirken. Diese Anforderungen erfüllten bisher nur die klassischen Bildröhren. Erst seit kurzem sind großformatige Fernseher auf Flüssigkristall-Basis marktreif.

Das Team um Dr. Tarumi hat an dieser Entwicklung entscheidenden Anteil. Seit Mitte der 90er hatten die Forscher flüssigkristalline Substanzen synthetisiert, verbessert und immer wieder getestet. Im Gegensatz zur Bildröhre benötigt der LCD-Fernseher nur rund 50 Prozent der Energie und hat eine doppelt so lange Lebensdauer.
Bundespräsident Johannes Rau möchte mit dem Preis die besondere Bedeutung von Spitzenleistungen in Wissenschaft und Technik für die Weiterentwicklung des Landes aufzeigen und in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für diese Werte schaffen. “Denn”, so der Bundespräsident, “der Erfolg von Produkten Made in Germany ist gewiss zu einem guten Teil dem technischen Know-how zu verdanken, das in ihnen steckt. Nicht alles, was in unserem Land hergestellt wird, hat etwas mit Technik zu tun, oft aber sind es die technischen Dinge, die den Unterschied ausmachen und darum besonders wichtig sind für den weltweiten Erfolg deutscher Unternehmen.”

Silicon-Redaktion

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