Galaxy-S21-Serie beschert Samsung deutlichen Gewinnzuwachs

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Samsung (Grafik: Samsung)

Das operative Ergebnis erhöht sich um mehr als 44 Prozent. Auch beim Umsatz legt Samsung der eigenen Prognose zufolge um mehr als 17 Prozent zu. Unter anderem die vorübergehende Schließung des Chip-Werks in Texas belastet indes das Ergebnis der Halbleitersparte.

Samsung hat im ersten Quartal offenbar seinen operativen Gewinn deutlich gesteigert. Den vorläufigen Bilanzzahlen zufolge kletterte der operative Profit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44,19 Prozent auf rund 9,3 Billionen Won (7 Milliarden Euro). Dazu soll auch eine hohe Nachfrage nach den aktuellen Flaggschiff-Smartphones der Galaxy-S21-Serie beigetragen haben.

Das Galaxy S21, S21+ und S21 Ultra hatte Samsung bereits im Januar vorgestellt, rund einen Monat früher als üblich. Nach Angaben des Unternehmens verkauft sich die neue Modellreihe zudem besser als der Vorgänger Galaxy S20. Südkoreanische Analysten gehen deswegen davon aus, dass die Mobilsparte mehr als 4 Billionen Won zum operativen Ergebnis beigetragen hat.

Den Prognosen zufolge soll auch die Sparte für Consumer-Elektronik ein Plus erwirtschaftet haben, ausgelöst durch eine höhere Nachfrage nach Fernsehern und Haushaltsgeräten während der Corona-Pandemie. Der Halbleitersparte sagen die Analysten jedoch den geringsten Überschuss seit Jahren voraus – trotz einer weltweit hohen Nachfragen nach Chips.

Die Profitabilität soll in diesem Bereich durch hohe Kosten für Samsungs eigene Chipfabriken sowie die Einführung der neuen Produktionstechnik Extreme Ultraviolet (EUV) gelitten haben. Hinzu kam ein extremer Wintereinbruch in Texas Anfang des Jahres, der die Produktion in Samsungs Werk in Austin für rund einen Monat lahmlegte. Steigende Preise für Speicherchips würden der Halbleitersparte jedoch helfen, im zweiten Quartal wieder einen höheren Profit als die Mobilsparte zu erreichen, kündigten die Analysten an.

Beim Umsatz rechnet Samsung ebenfalls mit einem deutlichen Plus. Den 55,33 Billionen Won des ersten Quartals 2020 sollen nun 65 Billionen Won aus den ersten drei Monaten des Jahres 2021 gegenüberstehen. Das würde einem Zuwachs von 17 Prozent entsprechen und sogar die Einnahmen des vorangegangenen Weihnachtsquartals deutlich übertreffen.

Die vorläufige Bilanz von Samsung enthält keine Angaben zu den Ergebnissen der einzelnen Geschäftsbereich. Darüber wird der Elektronikkonzern erst gegen Ende des Monats informieren.

Ein Rekordquartal kündigte auch LG an. Es schätzt Umsatz und Gewinn im ersten Quartal auf 18,8 beziehungsweise 1,51 Billionen Won. Das würde einem Wachstum von 27,7 respektive 39,2 Prozent entsprechen.

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