Android 12: Neue Funktion erlaubt Bedienung per Gesichtsausdruck

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Android 12 (Bild: Google)

Sie gehört zu den Android-Bedienungshilfen und richtet sich an Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Die Frontkamera erkennt Gesten wie Augenbewegungen, die dann bestimmte Aktionen auslösen.

Google hat eine neue Funktion für die Bedienungshilfen von Android vorgestellt, die mit Android 12 Einzug halten wird. Nutzer sollen künftig in der Lage sein, über die Frontkamera mithilfe von verschiedenen Gesichtsausdrücken und -gesten die Oberfläche des Betriebssystems zu steuern.

Eingeführt wurde die Funktion zusammen mit der in der vergangenen Woche veröffentlichten Beta 4 von Android 12. Die Funktion lässt sich über die Android Accessibility API in Apps integrieren, mit dem Ziel, die Bedienung von Android-Geräten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu vereinfachen.

Die sogenannten Camera Switches richten sich vor allem an Nutzer mit motorischen Einschränkungen, die einen Touchscreen nicht nutzen können. Statt externer Schalter, die per USB oder Bluetooth verbunden sind und bestimmte Funktionen ausführen, sollen Android-Geräte nun Gesichtsgesten erkennen.

Derzeit werden die Gesten “Mund öffnen”, “Lächeln”, “Augenbrauen heben”, “Nach links schauen”, “Nach rechts schauen” und “Nach oben schauen” unterstützt. Jeder dieser Gesten lässt sich mit einer bestimmten Aktionen wie der Navigation in Apps verknüpfen.

Sind die Camera Switches aktiv, wird in der Benachrichtigungsleiste ein Symbol für die aktive Kamera angezeigt. Nutzer können für jeden Gestentyp weitere Details festlegen, unter anderem, wie lange die Geste ausgeführt werden muss, um die zugehörige Aktion auszulösen.

Die XDA Developers, die die Camera Switches bereits getestet haben, weisen noch auf ein wichtiges Detail hin: Die Funktion wird zwar mit Android 12 eingeführt, ist aber offenbar nicht der neuen OS-Version vorbehalten. Sie ließ sich auch auf Geräten mit Android 11 ausführen. Von den neuen Bedienungshilfen sollten also auch Nutzer profitieren, die keinen Zugang zu einem neuen oder upgradeberechtigten Smartphone haben.

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